Rückenschmerzen im oberen Rücken

Als Ursache für die Verspannungen gelten insbesondere Fehlhaltungen. Die Liste der häufigsten in Zusammenhang mit Rückenschmerzen stehenden Fehlhaltungen führt die „Stopp-Reflex-Haltung“ an. Diese sorgt dafür, dass der obere Rücken- und Nackenbereich nach vorn gezogen werden – der typisch runde Rücken beim langen Sitzen. Ein buckelähnliches Erscheinungsbild ist die optische, ein dauernder Muskelzug die körperliche Folge. Verspannungsschmerzen entstehen aufgrund der Haltung, die auch als Schutzreaktion des Körpers bekannt ist. So zucken wir etwa in dieser Haltung zusammen, wenn uns plötzliche Geräusche überraschen oder nehmen sie ein, wenn wir im Winter gegen das Frieren ankämpfen.

Ebenso sind spontane, einseitige Belastungen an Verspannungen schuld. Verlagern Sie das Körpergewicht unbewusst langfristig auf eine Seite, ergibt sich eine Fehlhaltung, die wiederum in Verspannungen resultiert. Weiterhin spielen psychische Faktoren eine Rolle. Wer seelisch laufend angespannt ist, wird dies auch über kurz oder lang in physischen Verspannungen bemerken.

Symptome von Verspannungen im oberen Rücken

Drückende Schmerzen im oberen Wirbelsäulenbereich, mäßig bis starke Schmerzen im oberen Rücken rechts oder links, ein steifer Nacken und eine bewegungseingeschränkte Schulter sind typische Beschwerden, die durch Verspannungen entstehen. Neben Rücken- und Nackenschmerzen strömt der Schmerz oft bis in den Kopf aus. Beschwerden wie Migräne und Schwindel sind keine Seltenheit. Die Verspannung kann sich bei Patienten sowohl im oberen Rücken links als auch rechts manifestieren.

Schon gewusst? Im oberen Rücken sind Verspannungen häufiger als ein Bandscheibenvorfall Gerade im oberen Rückenbereich sind Verspannungen ein sehr häufiger Grund für Schmerzen. Wer Rückenschmerzen rasch in Zusammenhang mit einem Bandscheibenvorfall bringt, kann in diesem Sinne beruhigt sein. Besonders linksseitige Beschwerden stehen selten in einem direkten Zusammenhang mit der Bandscheibe. Schmerzt Ihr Rücken also im oberen, linken Bereich, ist eher von einer muskulären Verspannung als von einem Bandscheibenvorfall auszugehen.

Behandlung von Verspannungen

Wenn Ihr oberer Rücken Schmerzen durch Verspannungen aufweist, können Sie durch angenehme Wärme Linderung verschaffen. Dafür gibt es sowohl spezielle Wärmepflaster als auch Wärmekissen, die Sie vorab in die Mikrowelle legen. Das Pflaster sollte nicht zu lang auf der Haut belassen werden und bei dem Wärmekissen sollte zunächst eine als angenehm empfundene Temperatur abgewartet werden.

Tipp: Ist das Kissen noch zu heiß, können Sie es auch in ein leichtes Handtuch wickeln und dann erst auflegen.

Ebenfalls haben sich schmerzlindernde Gele mit Wirkstoffen wie Arnika bewährt. Diese werden sanft im schmerzenden Bereich in die Haut einmassiert. Pluspunkt: Die leichte Massage kann zusätzlich für Linderung sorgen.

Weiteren Verspannungen gezielt vorbeugen

Natürlich sollten Sie auch allgemein etwas dafür tun, dass Sie künftig nicht mehr von Verspannungen geplagt werden. Steckt eine Fehlhaltung dahinter, sollte diese durch Physiotherapie und spezielle Rückenübungen korrigiert werden. Kräftigen Sie außerdem die betroffenen Muskeln durch Übungen, beispielsweise mit einem dehnbaren Band, die Ihnen ebenfalls der Physiotherapeut zeigen wird.

Leichte Sportarten wie Yoga helfen dabei, eine allgemeine Stärkung der Rückenmuskulatur zu erzielen und sie unempfindlicher gegenüber Folgen von Fehlbelastungen zu machen. Auch sollten Sie auf ergonomische Möbel setzen, wenn Sie lange am Computer arbeiten müssen.

Oberer Rücken: Schmerzen durch eine blockierte Halswirbelsäule

Schmerzen im oberen Rücken können auch auf eine blockierte Halswirbelsäule zurückgehen. So wird in der Regel das Phänomen bezeichnet, dass sich einzelne Halswirbel verschoben haben und so wichtige Nerven und Blutbahnen einengen. Eine blockierte Halswirbelsäule wird beispielsweise durch schnelle und abrupte Kopfbewegungen, Unfälle mit Schleudertrauma oder eine falsche Kopflagerung beim Schlafen verursacht. Hinzu kommen psychische Faktoren, die ebenso wie Verspannungen auch Blockaden begünstigen können.

Symptome bei einer Wirbelsäulenblockade

Bei einer blockierten Wirbelsäule treten oft heftige Schmerzen auf, die von neurologischen Symptomen begleitet werden. So berichten Betroffene von Kribbelgefühlen im Rücken- und Armbereich, die teilweise bis in die Finger ausstrahlen können. Auch Taubheitsgefühle sind keine Seltenheit. Ebenso wie bei Verspannungen sind zahlreiche andere Symptome möglich, etwa Kopfschmerzen, Schwindel und Schlafstörungen.

Behandlung einer Wirbelsäulenblockade

Geht der Schmerz im oberen Rücken auf eine Wirbelsäulenblockade zurück, führt der Weg den Patienten oftmals zum Osteopathen. Dieser kann die Blockade durch eine sanfte Ziehbewegung des Kopfes meist ohne ruckartiges Einrenken lösen. Vorsicht: Hier sollten Sie auf jeden Fall nur einen Profi arbeiten lassen, da sich sonst die Symptome verschlimmern können. Eine andere Möglichkeit zur Behandlung der Blockade ist die Physiotherapie mit dem Ziel, diese zu lösen und den Rücken dauerhaft zu stärken. Dafür kommen wiederum bestimmte, muskelstärkende Übungen in Frage. Diese lernen Sie direkt in der Praxis kennen – oder Sie besuchen Kurse zum Thema Rückenschule.

Bandscheibenvorfall als Ursache

Selten, aber doch möglich: Der Bandscheibenvorfall strahlt in den wenigsten Fällen bis in den oberen Rücken aus. Wenn doch, ist meistens die Wirbelsäule betroffen und der Schmerz tritt oben mittig in Erscheinung.


Symptome des Bandscheibenvorfalls

Taubheitsgefühle, Kribbeln und Schmerzen im unteren Rücken sprechen für einen Bandscheibenvorfall. Die Rückenschmerzen dehnen sich manchmal bis nach oben hin aus. Wenn der Bandscheibenvorfall die Wirbelsäule betrifft, strahlen die Schmerzen bis in die Arme aus. Hinzu kommen Muskellähmungen und Missempfindungen in den Extremitäten.

Behandlung des Bandscheibenvorfalls

Der Arzt kann mittels CT oder MRT abklären, ob es sich um einen Bandscheibenvorfall handelt. Wenn ja, ist meist keine Operation nötig – stattdessen wird viel Bewegung für den Alltag verordnet. Massagen und Physiotherapie dienen der Schmerzbehandlung und Stärkung des Rückens. Auch hat sich eine gezielte Nährstoffanpassung bei Bandscheibenerkrankungen bewährt. Durch Nährstoffe wie Uridin (UMP) und Cytidin (CMP) , vor allem in Kombination mit den als „Nervenvitaminen“ bekannten Vitaminen B12 und Folsäure, werden die körpereigenen Reparaturmechanismen angeregt. 

Weitere Ursachen für Schmerzen im oberen Rücken

Neben den genannten Ursachen gibt es noch viele weitere, die hinter den akuten oder auch chronischen Schmerzen im oberen Rücken stecken können. Dazu gehören:

- lokal auftretende Entzündungen

- Arthrose (vor allem im Bereich der Wirbelsäule)

- Knochenfrakturen (Brüche) durch Krankheiten wie Osteoporose

- Tumore im Rückenbereich (gut- oder bösartig)

- Krankheiten wie Rheuma

- Nackenverspannungen, die wiederum bis in den Rücken ausstrahlen

Rückenschmerzen im oberen Rücken – wann zum Arzt?

Bei den vielen, möglichen Ursachen ist ein Arztbesuch immer dann ratsam, wenn die Schmerzen scheinbar ohne erkennbare Ursache auftreten. Werden sie mit der Zeit schlimmer oder treten immer wieder neu auf, sollte ebenfalls von ärztlicher Seite ausgeschlossen werden, dass es sich um eine ernste Erkrankung handelt. Treten die Rückenschmerzen einseitig, zum Beispiel nur im oberen Rücken rechts auf? Auch dann sollte der Gang zum Arzt erfolgen. Das gilt insbesondere dann, wenn sich die Beschwerden im Sitzen oder Liegen verstärken oder lediglich beim Husten auftreten. Dann könnten die Nerven des Rückenmarks beschädigt sein.

Abschlusstipps: Gezielte Vorbeugung von Rückenschmerzen

Rückenschmerzen können Sie im Allgemeinen verhindern, indem Sie sich im Alltag regelmäßig bewegen, keine unnötig schweren Gegenstände heben und Übergewicht vermeiden. Ebenso sollten Sie nicht zu lange sitzen und Wert auf ein ergonomisch gestaltetes Umfeld legen. Dazu gehören sowohl die Wahl eines ergonomischen Arbeitsplatzes als auch die richtige Matratze für einen erholsamen und gleichzeitig rückenschonenden Schlaf.

Wenn der Nerv Hilfe braucht

NEURO-ORTHIM®

NEURO-ORTHIM®

Zum Diätmanagement von Wirbelsäulen-Syndromen, Neuralgien und Polyneuropathien, die mit einer Schädigung des peripheren Nervensystems einhergehen. Mit den Nervennährstoffen Uridinmonophosphat und Cytidinmonophosphat.