Diabetes Typ 1

Über 400 Millionen Menschen sind weltweit von Diabetes betroffen, aber nur ca. fünf Prozent von Diabetes Typ 1. Deutschlandweit gibt es etwa 200.000 Typ 1 Diabetiker.

Da die Diabetes Typ 1 Symptome meist erst dann auftreten, wenn schon mindestens 80 Prozent der Insulin-produzierenden Betazellen zerstört werden, ist eine Diagnose oftmals schwierig. Erst im späteren Stadium fallen erhöhte Blutzuckerwerte auf, die eine Diagnose vereinfachen. Trotzdem sind fast alle Typ 1 Diabetiker bei der Diagnose noch im Kindes- oder Jugendalter.

Risikofaktoren und Ursachen von Diabetes Typ 1

Die genauen Ursachen für die Zerstörung von Betazellen der Bauchspeicheldrüse durch körpereigene Antikörper sind noch nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass hier verschiedene Faktoren aufeinander treffen und im Zusammenspiel die Erkrankung auslösen. Einer der Faktoren ist der erbliche Aspekt. So haben immerhin in rund 12 Prozent der Diabetes Typ 1 Fälle die Betroffenen einen nahen Verwandten, der ebenfalls an der seltenen Stoffwechselerkrankung leidet. Als weitere Diabetes Typ 1 Ursachen werden keine oder zu kurze Stillzeiten nach der Geburt sowie diverse Giftstoffe angesehen, die der Körper aufgenommen hat. Auch soll der zu frühe Kuhmilch-Konsum das Risiko erhöhen, an Diabetes Typ 1 zu erkranken. Vollständig geklärt sind die Ursachen für Typ 1 Diabetes jedoch nicht.

Diabetes bei Kindern: Typ 1 häufig früh vorhanden

Typ 1 Diabetes zeigt sich fast immer im Kindes- und Jugendalter. Die meisten Patienten sind bei der Diagnose jünger als 15 Jahre. Diabetes bei Kindern stellt die Eltern vor eine besondere Herausforderung, da die Insulingabe per Spritze verständlicherweise auf wenig Gegenliebe stößt. Normalerweise wird das Insulin mithilfe eines Insulin-Pens injiziert. In einigen Fällen erhalten Kinder und Jugendliche aber auch eine Insulinpumpe, die einmal eingesetzt und anschließend stets flexibel gesteuert werden kann. Die Pumpe ist durch eine Kanüle und einen schmalen Schlauch mit dem Körper verbunden und wird mit einem externen Gerät bedient. Sie gibt automatisch und kontinuierlich Insulin ab, bei Bedarf (zum Beispiel während einer Mahlzeit) können aber manuell zusätzliche Dosen verabreicht werden. Von Diabetes Typ 1 betroffene Kinder müssen unbedingt an einer speziellen Schulung teilnehmen, um früh zu verstehen, warum die Insulinvergabe so wichtig ist. Auch erfahren sie dort, wie sie die richtige Menge berechnen und sich im Bedarfsfall selbst verabreichen können.

LADA-Diabetes als Sonderform

Als Sonderform und ebenfalls selten auftretende Variante von Diabetes ist LADA bekannt. Die betroffenen Patienten sind anders als bei der Diagnose von Typ 1 Diabetes 35 Jahre oder älter. Auch entwickelt sich die Krankheit langsam, was mit Diabetes Typ 2 vergleichbar ist. Im Gegensatz zur „klassischen“ Diabetes-Erkrankung können LADA-Betroffene aber ihre Symptome zu Anfang durch orale Antidiabetika und eine Ernährungsumstellung senken und müssen zunächst kein Insulin spritzen.

Symptome bei Diabetes

Die Diabetes Typ 1 Symptome zeigen sich, wie beschrieben, erst in einem relativ fortgeschrittenen Krankheitsstadium. Da anfangs kaum Beschwerden bestehen und auftretende Symptome nicht direkt miteinander in Verbindung gebracht werden, ist eine Diagnose schwierig.

Typische Diabetes 1 Symptome im Verlauf sind:

Häufiges Wasserlassen

Häufiger Durst

Heißhungerattacken

Juckreiz

Übelkeit

ungewollter Gewichtsverlust

Sehstörungen

Schwindelgefühle

Erhöhte Anfälligkeit für Infektestarke

Müdigkeit

Zittern

Schwäche

Wann zum Arzt?

Tritt eines oder mehrere der Symptome auf und ist vielleicht zusätzlich ein Verwandter ersten Grades von Diabetes mellitus Typ 1 betroffen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser wird durch eine Befragung feststellen, ob der Verdacht berechtigt ist und welche Tests zur Überprüfung infrage kommen. Eine Urinprobe und eine Blutprobe sind gängige Maßnahmen, um Diabetes mellitus Typ 1 festzustellen oder eben auszuschließen.

Behandlung von Diabetes

Für Betroffene gibt es aktuell nur eine Form der konkreten Behandlung: Das Hormon Insulin muss gespritzt oder per Insulinpumpe verabreicht werden, damit dieses den Blutzuckerspiegel senken kann. Es übernimmt die Funktion des eigentlich körpereigenen Stoffs, der bei Diabetikern Typ 1 nicht mehr von der Bauchspeicheldrüse hergestellt werden kann.

Ernährung bei Diabetes

Nicht nur bei Diabetikern wird auf eine ausgewogene Ernährung hingewiesen: Auch gesunde Menschen sollten darauf setzen, um sich bestmöglich mit Nährstoffen zu versorgen, das Immunsystem zu stärken und langfristig fit zu bleiben. Bei Diabetikern ist die ausgewogene Ernährung aber besonders wichtig. Eine spezielle Diät ist nicht erforderlich; doch kann die sorgsame Wahl der Ernährung Diabetes Typ 1 und seine Folgen günstig beeinflussen.

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Tipps und Tricks für betroffene Patienten

Neben der Ernährung können Patienten mit Diabetes Typ 1 noch mehr tun, um zu einer besseren Lebensqualität zu gelangen.

1. Informieren

Das Wichtigste für Patienten, die an Diabetes Typ 1 leiden, ist eine umfangreiche Information über die Krankheit. So sollten sie an entsprechenden Schulungen teilnehmen, um die Erkrankung zu verstehen und zu lernen, wie die richtige Insulin-Dosis aussehen muss – je früher, desto besser. Immerhin ist es gar nicht so einfach, sich selbst eine Insulinspritze zu setzen oder den Blutzuckerspiegel korrekt zu messen.

2. Bewegen

Zwar sind die meisten Typ 1 Diabetiker im Gegensatz zu Typ 2 Diabetikern schon schlank – doch sollten auch sie den Sport in ihr Leben lassen. Die körperliche Reaktion auf Insulin wird durch regelmäßige Bewegung verbessert, wodurch letztlich weniger Insulin benötigt wird. Wer noch nicht fit ist, beginnt am besten mit einem leichten Ausdauertraining. Empfehlenswert sind Sportarten wie Nordic Walking oder Joggen, aber auch Radfahren oder Schwimmen.

3. Auf natürliche Helfer setzen

Wirkstoffe aus der Natur wie beispielsweise Zimt und Ingwer können sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden auswirken. Auch Extrakte aus der Bittermelone oder Kurkuma fördern die Gesundheit und sorgen dafür, dass zumindest die Symptome durch Diabetes Typ 1 gelindert werden.

4. Tagesrhythmus anpassen

Ein stetiger Schlaf-Wach-Rhythmus sorgt dafür, dass der Stoffwechsel zuverlässiger arbeiten kann. Daher sind Diabetiker bestenfalls keine Schichtarbeiter, verzichten auf spätes Fernsehen und halten einen konstanten Tages- und Nachtrhythmus ein. Tagsüber kann viel Zeit an der Sonne dabei helfen, die innere Uhr zu regulieren – und ganz nebenbei steigert sie auch die gute Laune!

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