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Acerola

Acerola ist ein wahres Kraftpaket an Vitamin C. Die rote Steinfrucht aus Mittel- und Südamerika enthält zudem wichtige weitere Vitamine und ist deswegen ein Superfood.

Was ist Acerola?

Acerola ist eine rote Steinfrucht, die vermutlich von der mexikanischen Yucatán-Halbinsel stammt. Heute produzieren auch Jamaika, Florida, Panama, Guatemala und Brasilien die Acerolakirsche, die übrigens nicht mit der Kirsche verwandt ist. Acerola wächst an einem Baum, schmeckt sehr säuerlich und ist etwa ein bis drei Zentimeter groß. Da die Frucht sehr schnell gedeiht, kann sie bis zu vier Mal pro Jahr geerntet werden.

Was bewirkt Acerola?

Acerola ist eine wahre Vitamin-C-Bombe. Kaum eine andere Frucht enthält so viel Vitamin C, nämlich bis zu 1.700 Milligramm pro 100 Gramm. Zum Vergleich: Orangen enthalten 45 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm. Darüber hinaus punktet Acerola auch mit Provitamin B1 und Vitamin B2. Somit bewirkt die Kirsche einen verbesserten Energiestoffwechsel und ein gestärktes Immunsystem.

In welcher Form kommt Acerola vor?

Hierzulande gibt es Acerola fast ausschließlich als Saft. Manchmal sind auch getrocknete Acerola-Kirschen in Müsli und anderen Produkten zu finden. Da die Früchte sehr empfindlich sind und schon nach wenigen Tagen verderben, lassen sie sich nur am Herkunftsort frisch genießen. Besonders gut schmeckt der gesunde Acerola-Saft in Kombination mit anderen Fruchtsäften wie Kirsche, Traube, Apfel oder Orange.



Aesculum hippocastanum

Aesculus Hippocastanum ist der wissenschaftliche Name für die in Deutschland weit verbreitete Rosskastanie. In deren Samen befindet sich Aescin, ein Stoff, der Gefäßwände abdichtet und entzündungshemmend wirkt.

Was ist Aesculus Hippocastanum?

Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ist ein Kastanienbaum, der bis zu 30 Meter hoch werden kann. Er zeichnet sich durch fingerförmige Blätter, weiße oder rosafarbene Blüten und die kugeligen Kastaniensamen in ihrer grünen Kapsel mit Stacheln aus. Ursprünglich stammt die Rosskastanie aus Südosteuropa und dem Kaukasus, kommt aber heutzutage auch in Europa weiträumig vor.

Was bewirkt Aesculus Hippocastanum?

Aesculus Hippocastanum enthält in den Rosskastaniensamen ein Saponingemisch aus etwa 30 Einzelsubstanzen. Einer der enthaltenen Stoffe ist Aescin, das die Gefäßwände verdichtet und so Wasseransammlungen im Gewebe verhindert. Daher wirkt das Mittel besonders gut bei Venenschwäche und Krampfadern. Zudem hat die Rosskastanie eine entzündungslindernde Wirkung, die bei milden Symptomen wie angeschwollenen Knöcheln oder Schweregefühl in den Beinen sehr angenehm ist. Bei stärkeren Symptomen sind zusätzliche Medikamente nötig.

In welcher Form kommt die Rosskastanie vor?

Um die Wirkung der in der Rosskastanie enthaltenen Aescine zu nutzen, ist ein Rosskastanienextrakt nötig. Dieser wird im Labor hergestellt, um das komplexe Saponingemisch aus der Kastanienfrucht zu extrahieren. Es handelt sich um eine frei verkäufliche, pflanzliche Medizin in Form von Salbe, Gel, Kapseln oder Tabletten.


Allantoin

Allantoin wird durch Harnsäure gewonnen und gehört als Wirkstoff der Gruppe der Dermatika und Keratolytika an. Der primäre Anwendungsbereich des Stoffes ist die Wund- und Narbenbehandlung.

Was ist Allantoin?

Allantoin ist ein Endprodukt des Purinstoffwechsels und lässt sich dementsprechend in tierischen und pflanzlichen Organismen finden. Obwohl der Wirkstoff natürlicherweise oft in Ahorn, Rosskastanien, Schwarzwurzeln und Rüben vorkommt, wird er meist künstlich hergestellt.

Wofür wird Allantoin benutzt?

Allantoin dient dem unterstützenden Heilungsprozess der Haut durch einen beruhigenden, geschmeidigen und sogar glättenden Effekt. Weiterhin fördert Allantoin sowohl die Zellteilung als auch die Zellvermehrung und die Zellerneuerung. Auch die Feuchtigkeitsregulierung der Haut kann durch den Einsatz von Allantoin verbessert und stabilisiert werden.

In welcher Form wird Allantoin verwendet?

Bei Geschwüren, Ekzemen oder anderen Hautkrankheiten können Cremes und Salben mit Allantoin-Anteil durch eine oberflächliche Anwendung auf der Haut Linderung verschaffen. Aber auch bei Schnitt- oder Brandwunden kann Allantoin in Form von Cremes helfen. In Arzneimitteln, die eingenommen werden müssen, kommt der Wirkstoff ebenfalls vor. Weiterhin lässt sich Allantoin in kosmetischen Produkten wie Zahncremes, Sonnenschutz und Hyperhidrose-Mitteln finden.



Arnica Montana

Arnica ist ein beliebtes pflanzliches Mittel, das bei Beschwerden wie Gliederschmerzen, Zerrungen und Verstauchungen zum Einsatz kommt. Die Pflanze Arnica montana wächst in Europa und findet in der homöopathischen Medizin und in der Naturheilkunde Verwendung.

Was ist Arnica montana?

Arnica, auch als Arnica montana oder Bergwohlverleih bekannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Sie wächst vor allem im europäischen Mittel- und Hochgebirge und nimmt die Form einer hellgelben Blume an. Die Blüten haben viele Blätter und duften aromatisch. In manchen Regionen ist Arnica auch als „Fallkraut“ bekannt – ein Hinweis darauf, dass Bergsteiger und Wanderer die Pflanze bei Sturzverletzungen nutzen.

Was bewirkt Arnica montana?

Arnica hilft dabei, Blutungen, Schwellungen und Schmerzen nach einem Sturz oder anderen traumatischen Erlebnis zu verringern. Das Heilmittel unterstützt das Gewebe beim Heilungsprozess und mildert Entzündungen. Dabei ist sowohl eine innere als auch eine äußere Anwendung möglich. Besonders häufig kommt Arnica montana nach Verletzungen, bei Muskelkater, bei Blutergüssen, bei einem blauen Auge, nach Schlägen auf den Kopf und nach einem Schock zum Einsatz.

In welcher Form kommt „Bergwohlverleih“ vor?

Arnica wird normalerweise in Form von Globuli, Tabletten oder Tropfen verabreicht. Zudem gibt es Tinkturen, die sich für Bäder und Umschläge eignen. Einige Tropfen, Salben und Sprays mit Arnica montana sind zur äußeren Anwendung gedacht. Wichtig ist dabei der Extrakt aus dem getrockneten Wurzelstock. Ebenso wirkt das ätherische Öl der Blüten lindernd.



Artischockenblattextrakt

Artischockenextrakt ist ein sehr altes Heilmittel, das bis heute in der Naturheilkunde zum Einsatz kommt. Es eignet sich zur Behandlung von Völlegefühl, Heißhungerattacken und Blähungen.

Was ist Artischockenblattextrakt?

Schon bei den alten Ägyptern, Griechen und Römern kamen sowohl Artischockenblätter als auch der Presssaft der rohen Blütenknospen zum Einsatz, um den Gallenfluss anzuregen und die Verdauung zu unterstützen. Inzwischen hat auch die moderne Wissenschaft nachgewiesen, dass die Artischocke eine wirksame Heilpflanze ist. Dies liegt daran, dass sie einen hohen Anteil an Bitterstoffen aufweist. Dieser Anteil ist dann am höchsten, wenn die Blätter für den medizinischen Einsatz schon vor Blütenaustrieb geerntet werden.

Was bewirkt Artischockenblattextrakt?

Der Extrakt aus dem Blatt der Artischocke hat eine beruhigende Wirkung auf den Magen und die Verdauung. Somit lindert er Beschwerden wie Völlegefühl, Bauchschmerzen und Blähungen. Zudem kann der Extrakt Heißhungerattacken verhindern und den Stoffwechsel ankurbeln, was das Abnehmen erleichtert.

In welcher Form kommt Artischockenblattextrakt vor?

Der Artischockenblattextrakt wird im Labor hergestellt. Dabei wird der Extrakt zu einer leicht schluckbaren Kapsel verarbeitet, die in unterschiedlichen Dosierungen erhältlich ist. Alternativ ist der Artischockenblattextrakt auch als Flüssigkeit erhältlich, die sich zum Beispiel mit Wasser oder mit einem gesunden Smoothie kombinieren lässt. Wichtig ist, sich die korrekte Dosierung von einem Experten empfehlen zu lassen.



Ashwagandha/Winterkirsche

Die Winterkirsche, auch als Schlafbeere oder unter ihrem Sanskrit-Namen Ashwagandha bekannt, wird in der ayurvedischen Medizin eingesetzt. Wörtlich wird Ashwagandha mit „Geruch des Pferdes“ übersetzt.

Was ist Ashwagandha?

Ashwagandha ist ein Nachtschattengewächs, das in Afrika, in Südeuropa, in Vorder- und Südasien und China wächst. Dabei wird hauptsächlich die Wurzel der Pflanze genutzt, auch die Blätter können verarbeitet werden. Diese Bestandteile enthalten Withanolide, Wirkstoffe, die entzündungshemmend wirken. Trotz des Namens Winterkirsche oder Schlafbeere werden die Früchte der Pflanze nicht eingenommen, da sie aufgrund ihres Alkaloidgehalts ungenießbar sind.

Wofür wird Ashwagandha benutzt?

Traditionell wird die Pflanze zur Beruhigung, zur Kräftigung, bei Alterserkrankungen, als Aphrodisiakum gegen Impotenz, gegen Entzündungen und gegen Schlaflosigkeit eingenommen. Auch zur allgemeinen Erhöhung der Leistungsfähigkeit und der inneren Ruhe wird die Winterkirsche eingesetzt. Insbesondere die beruhigende, schlaffördernde Wirkung von Ashwagandha wird wissenschaftlich erforscht. Die Winterkirsche kann also gegen Stresserscheinungen helfen.

In welcher Form nimmt man Ashwagandha ein?

Die Wurzeln der Winterkirsche sind als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pulver, in Kapseln oder als gepresste Tabletten verfügbar. Zudem existieren Wurzelextrakte, die intensiver wirken können als die gemahlenen Wurzeln. Die Wirkung von Ashwagandha tritt innerhalb von wenigen Tagen, manchmal mehreren Wochen oder sogar Monaten ein. Pulver, Kapseln, Tabletten und Extrakte sollten zusammen mit viel Wasser eingenommen werden.

B

Bifidobacterium lactis BL-04

Die Bakteriengruppe Bifidobacterium lactis kommt unter anderem im menschlichen Darm vor. Bei der Unterart BL-04 handelt es sich um eine besondere Form des Bakteriums, die unter anderem den Magen-Darm-Trakt unterstützt.

Was ist Bifidobacterium lactis BL-04?

Das Bifidobacterium lactis BL-04 ist ein wichtiges Probiotikum. Es gehört zur Gruppe der Bifidobacterium-lactis-Bakterien, die im menschlichen Darm für die Verdauung zuständig sind. Die Variante BL-04 wird normalerweise künstlich produziert und verabreicht, um die Funktion des Darms zu unterstützen. Es kommt häufig in Nahrungsergänzungsmitteln zum Einsatz.

Was bewirkt Bifidobacterium lactis BL-04?

Das spezielle Bakterium BL-04 hilft dabei, die Immunfunktion des Darms zu stärken und die gastro-intestinale Funktionsweise der Verdauung zu verbessern. Insbesondere nach der Nutzung von Antibiotika kommt Bifidobacterium lactis BL-04 häufig zum Einsatz, da es dabei hilft, die Darmflora wiederaufzubauen.

Darüber hinaus ist das Bakterium gut für das Immunsystem und kann Studien zufolge gegen Beschwerden wie Heufieber und andere Allergien helfen. Aktuell forschen Wissenschaftler zu der Möglichkeit, das BL-04-Bakterium in Impfungen zu verwenden.

In welcher Form kommt Bifidobacterium lactis BL-04 vor?

Das Bakterium BL-04 kommt häufig als Bakterienstamm vor, der im Labor gezüchtet wird. Das Produkt wird dann in Form von Tabletten oder Pillen verarbeitet, um eine einfache Verabreichung zu ermöglichen. Bifidobacterium lactis BL-04 kann auch vermischt mit Flüssigkeiten eingenommen werden.



Bittermelone

Die Bittermelone ist eine Frucht aus dem asiatischen Raum, die inzwischen auch hierzulande angebaut wird. Sie hat verschiedene positive Wirkungen auf die Gesundheit, von denen vor allem die Senkung des Blutzuckers zu nennen ist.

Was ist Bittermelone?

Die Bittermelone (Momordica charantia) bietet eine hypoglykämische Wirkung, kann also den Blutzucker von Menschen regulieren. Die Frucht ist auch als Balsambirne oder Bittergurke bekannt und findet in der asiatischen Küche schon seit Jahrhunderten Verwendung. Ihre Wirkung ist in der Volksmedizin bekannt. Klassischerweise werden die unreifen, grünen Früchte als Gemüse zum Kochen genutzt, wobei das Marinieren mit Salz wichtig ist, um den bitteren Geschmack zu beseitigen.

Was bewirkt Bittermelone?

Die Hauptwirkung der Bittermelone besteht darin, den Blutzucker zu senken. Dies haben Forscher schon im Jahr 1940 anhand von Tierexperimenten festgestellt. Jedoch gibt es bisher noch keine ausführlichen Studien, die die Wirkung am Menschen eindeutig bestätigen können. In der traditionellen indischen Medizin wird ebenfalls die hypoglykämische Fähigkeit der Bittermelone geschätzt. Darüber hinaus kann der fermentierte Saft wichtige Probiotika zur Verfügung stellen, die die Verdauung positiv beeinflussen.

In welcher Form kommt Bittermelone vor?

Die Bittermelone wird als Frucht konsumiert. Ähnlich wie bei anderen Melonen entwickeln sich die Früchte aus Blüten. Es handelt sich um gurkenähnliche, genoppte und leicht gebogene Melonen, die grün bis orangegelb werden. Sie entfalten ihre Wirkung beim Konsum als Lebensmittel.



Bromelain

Bromelain wird aus der Pflanze der Ananas gewonnen und stellt ein pflanzliches Heilmittel dar, das unter anderem bei Schwellungen und Entzündungen hilft.

Was ist Bromelain?

Bromelain ist ein Wirkstoff, der aus der Ananas-Pflanze stammt. Er besteht aus zwei Enzymen, die Eiweiße spalten können. In Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder konzentrierten Tabletten wird Bromelain vor allem nach Verletzungen und Operationen eingesetzt. Das Protein gelangt durch den Blutkreislauf in die Leber und wird dort abgebaut.

Was bewirkt Bromelain?

Bromelain hat verschiedene Wirkungen. Besonders bekannt ist der Wirkstoff für seine schwellungshemmende Wirkung nach Verletzungen oder Operationen. Zudem kann der Stoff die Blutungszeit verlängern und so die Blutgerinnung positiv beeinflussen.

Darüber hinaus ist das Enzymgemisch in der Lage, Entzündungen zu lindern, die Verdauung zu unterstützen und Krebsvorstufen zu bekämpfen. Allerdings eignet sich der Stoff aus der Ananas nicht als alleiniges Heilmittel gegen Krebs. Auch bei anderen schweren Beschwerden ist eine zusätzliche Behandlung nötig.

In welcher Form kommt Bromelain vor?

Bromelain wird normalerweise in Form einer magensaftresistenten Tablette verabreicht. Dies erklärt auch, warum der Konsum der Ananas-Pflanze nicht die gleiche Wirkung hat, denn ohne die Magensaftresistenz wird das Protein direkt im Magen verdaut. Idealerweise sollte sich die Tablette erst im Darm auflösen, um in den Blutkreislauf zu gelangen.

C

Campher

Campher ist vor allem als Bestandteil von Brustsalben bekannt. Das pflanzliche Heilmittel entspannt die Atemwege und hilft beim Abhusten.

Was ist Campher?

Bei Campher handelt es sich um einen Stoff, den der Kampferbaum oder Kampferlorbeer bildet, um sich vor Insekten zu schützen. Die ätherischen Öle in allen Pflanzenteilen verleihen dem Baum seinen charakteristischen Geruch und werden zu Campher verarbeitet. Dies geht besonders gut bei Bäumen, die älter als 50 Jahre sind.

Campher wird schon seit Jahrhunderten als Medizin genutzt, um etwa Erkältungen, Rheuma, Muskelschmerzen und Kreislaufprobleme zu behandeln. Wissenschaftliche Studien haben einige dieser Wirkungsbereiche belegt, während andere noch unklar sind.

Was bewirkt Campher?

Besonders häufig kommt Campher zum Einsatz, um festsitzende Bronchialsekrete zu lösen. Dies geht durch die äußere Anwendung in Form einer Creme oder Salbe. Der Wirkstoff hat außerdem schmerzstillende und desinfizierende Wirkungen, weshalb er auch bei anderen Verletzungen zum Einsatz kommt. Die kühlende Wirkung ist oft subjektiv eine große Erleichterung bei Beschwerden.

In welcher Form kommt Campher vor?

Campher wird meist in Form von einer Salbe mit maximal 25 Prozent Kampfer oder in Form eines Kampferspiritus verabreicht. Die äußerliche Anwendung zum Einreiben ist mehrmals pro Tag zu empfehlen. Für die innere Anwendung ist hingegen die Absprache mit einem Arzt nötig, da Kampfer schnell zu Vergiftungen führen kann.



Centella Asiatica

Centella Asiatica Leaf Extract ist ein Extrakt aus der indischen Wassernabel-Pflanze, die vor allem in asiatischen Ländern wächst. Die Pflanze kommt unter anderem in der traditionellen chinesischen Medizin und in der indischen Ayurveda-Medizin zum Einsatz.

Was ist Centella Asiatica Leaf Extract?

Der Centella Asiatica Leaf Extract kommt aus einem asiatischen Kraut, das sowohl in der Küche als auch in der Medizin Verwendung findet. In letzter Zeit ist die auch als indischer Wassernabel bekannte Pflanze in der Kosmetik zu einem beliebten Inhaltsstoff geworden, der straffere Haut verspricht. Unter anderem kommt sie in koreanischen Cica-Cremes vor.

Was bewirkt Centella Asiatica Leaf Extract?

Der Extrakt aus dem indischen Wassernabel hat eine hautstraffende Wirkung. Daher wird er inzwischen vor allem in Cremes und Salben genutzt, die die Haut straffen und verjüngen sollen. Auch zur Behandlung von Dehnungsstreifen eignet sich der Extrakt. Weitere Einsatzgebiete sind Wundheilung, Linderung von Arteriosklerose-Beschwerden sowie die Behandlung von psychischen Störungen.

In welcher Form kommt indischer Wassernabel vor?

Seit dem neuen Jahrtausend kommt der Extrakt vermehrt in der westlichen Wellness- und Kosmetikindustrie zum Einsatz. Insbesondere die Kombination einiger isolierter Wirkstoffe der Pflanze helfen nachweislich dabei, Schwangerschaftsstreifen und verwandte Beschwerden zu reduzieren. Häufigste Verabreichungsmethode ist daher eine Creme mit Centella Asiatica Leaf Extract.



Ceylon-Zimt

Zimt ist nicht nur ein beliebtes Gewürz, sondern auch als Heilpflanze bekannt. Der klassische Ceylon-Zimt fördert die Verdauung und kann den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen.

Was ist Ceylon-Zimt?

Ceylon-Zimt ist auch als „echter“ Zimt bekannt. Es handelt sich hierbei um einen immergrünen Baum, der sechs bis zehn Meter hoch und auf Sri Lanka angebaut wird. Beim Abschälen und Trocknen der Rinde bilden sich die typischen Zimtstangen in Rollen mit ihrem aromatischen Duft.

Heute wird Ceylon-Zimt hauptsächlich in Süd- und Südostasien, auf Madagaskar und auf den Seychellen angebaut. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Cassia-Zimt oder „chinesischen“ Zimt, der eine Verfälschung des Ceylon-Zimts darstellt. Die Cassia-Zimtstangen haben eine dickere Rindenschicht und einen Hohlraum in der Mitte.

Was bewirkt Ceylon-Zimt?

Zimt kann den Appetit fördern und die Darmtätigkeit anregen. Speisen werden mit diesem Gewürz daher bekömmlicher und reduzieren die Wahrscheinlichkeit für Verdauungsprobleme.

Darüber hinaus können einige Inhaltsstoffe aus Ceylon-Zimt vermutlich den Blutzuckerspiegel beeinflussen, indem sie die Insulin-Freisetzung anheben. Aktuell kommen Studien hier noch zu verschiedenen Ergebnissen. Daher ist es gerade für Diabetiker wichtig, sich zum Thema Zimt mit ihrem Arzt abzusprechen.

In welcher Form kommt Ceylon-Zimt vor?

Der wichtigste Bestandteil von Ceylon-Zimt ist die Zimtrinde, in der sich die wirksamen Inhaltsstoffe befinden. Die Rinde enthält bis zu 4 Prozent ätherisches Öl aus Zimtaldehyd und Eugenol. Zur Anwendung sind sowohl Rindenstücke als auch Zimtpulver geeignet.



Chondroitinsulfat

Bei Chondroitinsulfat handelt es sich um einen Wirkstoff aus der Glykosaminoglykan-Gruppe. Das Produkt eignet sich gut zur Behandlung von Arthrosen.

Was ist Chondroitinsulfat?

Chondroitinsulfat ist ein natürliches Glykosaminoglykan, das ein langes Polysaccharid darstellt. Es kommt in der Natur im Knorpel von Land- und Meerestieren vor. Der Wirkstoff wird normalerweise aus den Organen von Rindern, Schweinen, Hühnern und Fischen wie Hai und Rochen gewonnen. Dabei entsteht ein weißes Pulver, das wasserlöslich ist und mehrmals täglich eingenommen werden kann.

Was bewirkt Chondroitinsulfat?

Chondroitinsulfat kommt besonders häufig zur Behandlung von degenerativen Gelenkerkrankungen wie Arthrose vor, etwa bei Schmerzen im Kniegelenk, im Hüftgelenk und an den Fingergelenken. Neben seinen schmerzlindernden Wirkungen kann die Substanz, die auch im menschlichen Körper vorkommt, Entzündungen hemmen. Das Sulfat stärkt zudem das Immunsystem und hat antioxidative Wirkungen. Gelegentlich wird es zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden eingesetzt.

In welcher Form kommt Chondroitinsulfat vor?

Das Heilmittel Chondroitinsulfat kommt vor allem als Granulat zum Einsatz. Das weiße Pulver löst sich schnell in Wasser auf und kann dann getrunken werden. Zudem sind Tabletten und Kapseln mit Chondroitinsulfat vorhanden. In anderen Ländern ist Chondroitinsulfat vor allem ein Nahrungsergänzungsmittel. Hierzulande wird es als natürliches Heilmittel vermarktet, das die körpereigenen Reserven an Chondroitinsulfat stärkt.



Chrom III

Chrom ist ein natürlicher Stoff, der in verschiedenen Formen vorkommt und für den Stoffwechsel wichtig ist. Chrom III hilft unter anderem dabei, den Blutzuckerspiegel zu regulieren.

Was ist Chrom III?

Chrom III ist eine Form von Chrom, die in vielen Lebensmitteln vorhanden ist. Zudem gibt es konzentrierte Dosen an Chrom III. Der Stoff wird vor allem zur Behandlung von Diabetes und anderen Stoffwechselstörungen eingesetzt. Auch gesunde Menschen sollten ausreichend Chrom III zu sich nehmen. Andere Formen von Chrom sind hingegen für den Menschen giftig, etwa Chrom VI. In der Mikronährstoffmedizin ist Chrom III verbreitet.

Was bewirkt Chrom III?

Chrom ist ein wichtiger Nährstoff für Menschen. Insbesondere Chrom III bewirkt, dass verschiedene Stoffwechselprozesse korrekt funktionieren. Zudem beugt der Stoff Herzkrankheiten und Diabetes vor, indem er unter anderem den Blutzuckerspiegel reguliert. Auf der andere Seite ist zu viel Chrom III nicht gesund, da der Wirkstoff zu Hautausschlägen führen kann.

In welcher Form kommt Chrom III vor?

Chrom III kommt sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Nahrungsmitteln auf natürliche Weise vor. Besonders viel von dem Wirkstoff erhalten Vollkornprodukte, Nüsse, Bohnen, Blattgemüse sowie Spinat, Obst, Fleisch und Fisch. Weißmehlprodukte und Zucker enthalten kaum Chrom. Bei tierischen Produkten hängt der Chromgehalt wesentlich von der Fütterung der Tiere ab.



Cranberry

Cranberrys sind kleine rote Beeren, die eng mit der Preiselbeere verwandt sind. Inzwischen gilt die Cranberry als Superfood, da sie viele gesundheitliche Vorteile bietet.

Was ist Cranberry?

Cranberrys sind Beeren, die schon bei den amerikanischen Ureinwohnern bekannt waren. Die heilende Kraft der roten Beeren wurde unter anderem eingesetzt, um Gift aus Pfeilwunden zu entfernen. Auf Deutsch ist die Cranberry auch als Kranichbeere bekannt, da ihre Blüte einem Kranichkopf ähnelt.

Die kleinen Beeren enthalten eine große Portion an Vitamin C sowie Natrium, Kalium und Phosphor. Der süße Geschmack macht sie angenehm zu konsumieren. Zugleich bieten die Beeren zahlreiche gesundheitliche Vorteile, wie etwa eine Stärkung des Immunsystems.

Was bewirkt Cranberry?

Cranberrys sind sowohl in trockener als auch in frischer oder in Saft-Form sehr gesund. Sie helfen dabei, Blasenentzündungen vorzubeugen und andere bakterielle Infektionen zu vermeiden. Zudem wurde der Beere nachgewiesen, dass sie das Risiko für Herzkreislauferkrankungen reduzieren und das Wachstum bestimmter Tumore hemmen kann.

In welcher Form kommt Cranberry vor?

Die Kranichbeeren kommen in verschiedensten Formen vor. In Deutschland gibt es zwischen Oktober und Dezember frische Beeren, die sich zum Backen oder als Soße eignen. In Nordamerika wird die Beere traditionellerweise zu Kompott oder Fruchtsaft verwendet. Beliebt sind zudem getrocknete Cranberrys und die konzentrierten Cranberry-Kapseln.



Cytidinmonophosphat

Cytidinmonophosphat oder CMP ist ein sogenanntes Nukleotid aus einer Phosphat-Gruppe und Ribose-Zucker. Es spielt eine wichtige Rolle für den Stoffwechsel von Pyrimidin im menschlichen Körper.

Was ist Cytidinmonophosphat?

Bei Cytidinmonophosphat handelt es sich um ein Nukleotid, das aus Ribose und Cytosin besteht. Der Wirkstoff ist dafür zuständig, Nukleinsäuren aufzubauen und gehört somit zur sogenannten RNA (Ribonukleinsäure). Häufig wird Cytidinmonophosphat zur Uridinmonophosphat verarbeitet, einem weiteren wichtigen Nukleotid der RNA. Darüber hinaus kann das Enzym Pyrimidinnucleosidase das Cytidinmonophosphat zu Cytosin und Ribose abbauen.

Was bewirkt Cytidinmonophosphat?

Cytidin ist wichtig für den Stoffwechsel von Pyrimidin, das wiederum ein Grundgerüst für Stoffe wie Cytosin, Thymin und Uracil darstellt. Diese Wirkstoffe der RNA spielen eine wichtige Rolle für Reparaturprozesse in der menschlichen DNA sowie zu Veränderungen in der Genetik durch Umwelteinflüsse. Mithilfe dieser Anpassungen führt Cytidinmonophosphat letztlich dazu, dass das Immunsystem stärker ist.

In welcher Form kommt Cytidinmonophosphat vor?

Cytidinmonophosphat kommt als fester Wirkstoff im Körper vor, der sich erst bei hohen Temperaturen über 200 Grad versetzt. Mit dem bloßen Auge ist Cytidin nicht sichtbar, denn es handelt sich um eine Verbindung auf dem Level der RNA. Der Wirkstoff wird im Körper automatisch produziert. In der Wissenschaft ist es auch möglich, aus Nukleinsäurebausteinen Cytidinmonophosphat zu gewinnen und zur RNA-Manipulation einzusetzen.

E

EGCG (Epigallocatechingallat)

Epigallocatechingallat, kurz EGCG, ist ein Catechin und Antioxidans, das vor allem in grünem Tee, weniger in schwarzem Tee und verschiedenen Obst- und Gemüsesorten vorkommt.

Was ist EGCG?

Epigallocatechingallat ist ein Catechin. Catechine gehören zu den polyphenolischen Flavonoiden, die antioxidativ wirken. Diese bioaktiven sekundären Pflanzenstoffe haben eine Vielzahl positiver gesundheitlicher Wirkweisen. EGCG ist vor allem in grünem Tee zu finden. Wird der Tee zu schwarzem Tee fermentiert, verliert er den Großteil des EGCGs.

Wofür wird EGCG benutzt?

Studien belegen die Hemmung von Cortisol, wodurch psychophysiologischer Stress reduziert wird. Das Catechin EGCG kann die Blutgefäße erweitern und so die Durchblutung fördern. Auch sorgt es für elastischere Blutgefäße, was die Entstehung von Arteriosklerose verhindern kann. Zudem wurden bei EGCG die Wachstumshemmung von Blutgefäßen und die Hemmung von Wachstumsfaktoren von Tumoren erforscht, die Krebs und andere Tumorerkrankungen schwächen können. EGCG kann Plaques auflösen, die für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson verantwortlich sind. Studien erforschen auch den Schutz von Nervenzellen durch EGCG, was beispielsweise bei Multipler Sklerose interessant ist.

Wie nimmt man EGCG ein?

Da EGCG hauptsächlich in grünem Tee vorkommt, ist die Zubereitung des Tees eine beliebte Art, EGCG zu sich zu nehmen. Daneben gibt es EGCG-Kapseln und -Tabletten, bei denen jedoch die Dosierung zu beachten ist: Bei einer Tagesdosis von mehr als 800 mg wurden Leberschäden, Nierenschäden und Blutdruckerhöhungen beobachtet.

F

Folsäure

Folsäure ist ein Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine. Es ist an wichtigen körperlichen Prozessen wie Wachstum, Zellteilung und Blutbildung beteiligt. Vor allem für Schwangere und für Frauen mit Kinderwunsch handelt es sich um ein wichtiges Vitamin.

Was ist Folsäure?

Folsäure ist auch als Folat oder Vitamin B9 bekannt. Das Vitamin ist für zentrale Stoffwechselvorgänge im Körper zuständig. Der Begriff kommt vom lateinischen Wort „folium“, das für Blatt steht. Dies liegt daran, dass Folsäure in hoher Konzentration in grünen Pflanzen wie etwa Kohl und Spinat vorkommt. Da das Vitamin lichtempfindlich ist, sollten folsäurehaltige Produkte schonend behandelt werden.

Was bewirkt Folsäure?

Da der menschliche Körper selbst keine Folsäure herstellen kann, ist eine äußere Zufuhr wichtig. Das wasserlösliche Vitamin kann sowohl aus der Natur kommen als auch industriell hergestellt werden. Es trägt dazu bei, Wachstumsprozesse und die Zellteilung zu unterstützen. Vor allem bei der ständigen Zellteilung der blutbildenden Zellen im Knochenmark hat das Vitamin eine unterstützende Wirkung. Daher ist es besonders zur Vorbeugung von Krankheiten sowie für das gesunde Wachstum von ungeborenen Kindern wichtig.

In welcher Form kommt Folsäure vor?

Folsäure kommt in der Natur vor allem in grünem Blattgemüse wie Spinat, Kohl, Spargel und Salat vor. Auch Tomaten, Hülsenfrüchte, Weizenkleine, Eigelb und Leber enthalten Folsäure. In der Schwangerschaft ist es empfehlenswert, zusätzlich synthetische Folsäure zu konsumieren, die oft zu Kochsalz oder Vitaminsäften hinzugefügt wird.

G

Glonoinum

Bei Glonoinum handelt es sich um ein Naturheilmittel, das ideal geeignet ist zur Behandlung von Beschwerden, die durch Hitze ausgelöst werden. Auch zur Regulierung des Blutkreislaufs kann der Stoff eingesetzt werden.

Was ist Glonoinum Trit. D4?

Bei Glonoinum Trit. D4 handelt es sich um eine chemische Verbindung aus Schwefel- und Salpetersäure sowie Glycerin, weshalb das Produkt auch als Nitroglycerin bekannt ist. Glonoinum kommt in verschiedenen Aggregatszuständen vor und ist daher sehr explosiv. Schon die Einnahme von kleinen Mengen an Nitroglycerin erweitert die Gefäße und kann zu Kopfschmerzen führen. Daher ist eine sehr vorsichtige, schrittweise Anwendung wichtig. Eine Selbstbehandlung ist nicht empfehlenswert. Für Kinder sollte Glonoinum Trit. D4 nicht verwendet werden.

Was bewirkt Glonoinum Trit. D4?

Glonoinum ist in der Homöopathie ein Mittel für alle Beschwerden, die Hitze auslösen, wie etwa Sonnenstich, Hitzeschlag, Hitzewallungen oder Bluthochdruck. Auch zur Regulierung des Blutskreislaufs zwischen Kopf und Herz, bei Schlaganfällen sowie bei Verwirrungszuständen mit Schwindel hat Nitroglycerinum eine lindernde Wirkung. Besonders häufig wird es bei Migräne, bei Herzbeschwerden sowie bei Wechseljahrbeschwerden eingesetzt.

In welcher Form kommt Nitroglycerinum vor?

In der Homöopathie wird Glonoinum normalerweise in Form von Globuli verabreicht. Bis einschließlich der Potenz D3 ist das Mittel verschreibungspflichtig. Viele Dosierungen liegen zwischen D6 und D12.



Glucosaminsulfat

Glucosaminsulfat ist ein Aminozucker, der in vielen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten ist. Dem Stoff wird nachgesagt, bei Gelenkschmerzen und Arthrose zu helfen, aber der Stand der Wissenschaft hat dies noch nicht bestätigt.

Was ist Glucosaminsulfat?

Bei Glucosamin handelt es sich um einen Wirkstoff aus der Gruppe der Aminozucker. Die Substanz soll dabei helfen, Arthrosen zu lindern, da sie schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken kann. Jedoch ist die klinische Wirksamkeit noch umstritten, weshalb Glucosaminsulfat nicht als offizielles Arzneimittel zugelassen ist.

Was bewirkt Glucosaminsulfat?

Glucosamin ist eine körpereigene Substanz, die eventuell dabei helfen kann, die Symptome von Arthrose zu lindern. Zudem wird dem Stoff eine schmerzlindernde, knorpelschützende und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Selbst gründliche Untersuchungen konnten diese Wirkungen jedoch bisher nicht nachweisen. Zudem ist der Wirkmechanismus von Glucosaminsulfat nach wie vor unbekannt.

In welcher Form kommt Glucosaminsulfat vor?

Glucosaminsulfat kommt in der Natur im Körper vor. Für die heilende Wirkung ist eine zusätzliche Zufuhr des Aminozuckers nötig. Daher ist Glucosamin in Form von Kapseln, Tabletten und Flüssigkeit erhältlich. Jedoch ist das Produkt nicht als Arzneimittel zugelassen. Wirkversprechen jeglicher Art sind verboten.

Außerdem ist Glucosamin häufig als Zusatz in Nahrungsergänzungsmitteln vorhanden. In Kombination mit Vitaminen und anderen Wirkstoffen soll es auch hier dabei helfen, die Gelenke zu stärken und Schmerzen zu lindern.



Grüne Heilerde

Grüne Heilerde enthält viele wichtige und wertvolle Mineralien und eignet sich damit als natürliches Heilmittel. Die Erde hilft gegen fettige und unreine Haut und kann Verletzungen lindern

Was ist Grüne Heilerde?

Mineralerde ist auch als Heilerde, Vulkanerde oder Tonerde bekannt. Sie entstand vor vielen Millionen von Jahren, als Gesteinsbrocken unter dem Einfluss der Elemente zu Partikeln zerrieben wurden. Diese lassen sich heute in Form von Löss im Gestein finden und abtragen. Zur Herstellung von Heilerde ist es nötig, die Lössschichten zu trocknen, zu mahlen und zu sieben. So entsteht ein feines Pulver.

Die grüne Variante der Heilerde wird an der Sonne getrocknet. Sie enthält viele wichtige Mineralstoffe wie etwa Kalzium, Magnesium und Zink.

Was bewirkt Grüne Heilerde?

Die grüne Heilerde wirkt unter anderem antibakteriell, antimikrobiell, wundheilend und beruhigend. Dank der enthaltenen Spurenelemente kann die Erde Toxine eliminieren und zur Wundheilung beitragen. Typischerweise wird grüne Heilerde als Gesichtsmaske verwendet, um die Talgproduktion von fettiger und unreiner Haut zu regulieren. Packungen mit grüner Tonerde können zudem Entzündungen, leichte Verbrennungen wie Sonnenbrände und Schnittwunden sowie Ausschläge lindern.

Aber auch die innere Anwendung ist denkbar. Die grüne Heilerde hilft bei der Reinigung des Körpers, bei Magen- und Darmproblemen und bei der Blutreinigung.

In welcher Form kommt Grüne Heilerde vor?

Die grüne Heilerde wird als fertige Gesichtsmaske oder als Pulver zum Anrühren verkauft. Zudem gibt es Pasten, die sich direkt auftragen lassen.



Grüner Tee

Grüner Tee wird seit Jahrtausenden in China und Taiwan, später auch in Japan angebaut und für seine medizinische Wirkung geschätzt. Dabei gibt es dutzende Sorten von grünem Tee, die sich je nach Züchtung und Zubereitung unterscheiden.

Was ist grüner Tee?

Grüner Tee bezeichnet die gepflückten Blätter der Teepflanze, die nicht fermentiert wurden. Sie werden kurz erhitzt, um die Oxidation zu verhindern. So werden nahezu alle Wirkstoffe der Pflanze erhalten. Es gibt neben den getrockneten und gerollten Blättern auch gemahlene Sorten wie den bekannten Matcha-Tee. Die Farbe des Teeaufgusses kann von hellem Gelb über Jadegrün bis hin zum kräftigen Matcha-Grün reichen. Auch der Koffeingehalt unterscheidet sich je nach Teesorte.

Wofür wird grüner Tee benutzt? Grüner Tee wird für eine Vielzahl von Wirkstoffen geschätzt. Neben dem Koffein, früher auch als Teein bezeichnet, spielen besonders die Catechine eine Rolle. Catechine sind polyphenolische, also bioaktive sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Flavonoide, die für ihre antioxidative Wirkung bekannt sind. Zudem können sie durch die Erweiterung der Blutgefäße die Durchblutung fördern. Der wichtigste Vertreter der Catechine ist in diesem Zusammenhang das Epigallocatechingallat, kurz EGCG. Wissenschaftliche Studien haben die krebshemmenden, lebensverlängernden und präventiven Wirkweisen von grünem Tee untersucht. Grüner Tee enthält außerdem wichtige Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Wie nimmt man grünen Tee zu sich? Grüner Tee wird als Aufguss der Teeblätter eingenommen. Dabei ist die Wassertemperatur wichtig – sie sollte zwischen 70 und 90 Grad Celsius betragen. Die Ziehzeit rangiert von drei Minuten bis zu einer Stunde, je nach Sorte. Achtung: Mehr als zehn Tassen grüner Tee am Tag können Leber und Nieren schädigen.

Guajacum Officinale

Guaiacum oder Guajacum Officinale ist ein Baum aus der Familie der Jochblattgewächse. Dem Harz des Baums wird eine positive Wirkung bei Rheuma, Gicht und Bronchitis nachgesagt.

Was ist Guajacum Officinale Wood?

Guajacum Officinale ist hierzulande als Guajak-Baum bekannt. Aus dem Pockholz des Baums tritt Harz aus, das unter anderem in der Maya-Kultur genutzt wurde, um verschiedene Krankheiten zu behandeln. Das Holz (Wood) von Guajacum Officinale enthält große Harzmengen, die medizinisch wirksame Substanzen aufweisen. Obwohl dieses Produkt schon kurz nach der Entdeckung Amerikas nach Europa gebracht wurde, haben die positiven Wirkungen des Guajak-Harzes erst in letzter Zeit für Aufsehen gesorgt.

Was bewirkt Guajacum Officinale Wood?

Das Harz aus dem Guajacum Officinale Wood enthält Wirkstoffe, die die Bildung von Schmerz- und Entzündungsstoffen hemmen können. Daher kommt das Produkt zum Einsatz, um entzündliche Gelenkbeschwerden sowie Probleme der Atemwege zu behandeln. Durch die abschwellende Wirkung kann Guajak-Harz unter anderem bei Gicht und Rheuma lindernd wirken.

Auch zur Behandlung von Asthma, Bronchitis und Husten kommt das Produkt zum Einsatz. Denn die im Harz enthaltenen Stoffe Guajakol und Guajaretsäure hemmen die Produktion von Leukotrienen, den körpereigenen Immunbotenstoffen, die Schmerzen und Entzündungen aufrechterhalten.

In welcher Form kommt Guajacum Officinale Wood vor?

In der Pflanzenheilkunde kommt Guajacum Officinale Wood häufig zum Einsatz. Der Extrakt aus dem Guajak-Baum wird direkt als Fertigpräparat verkauft und ist in Form von Tropfen, Tabletten und Hustensaft erhältlich.

I

Ingwer

Ingwer ist eine natürlich vorkommende Knolle, die unter anderem bei Übelkeit und Verdauungsbeschwerden hilft. Auch als Schmerzmittel kommt Ingwer in der Naturheilkunde zum Einsatz.

Was ist Ingwer?

Ingwer oder „Zingiber officinale“ im Lateinischen ist eine tropische Gewürzpflanze, die sowohl in frischer als auch in Pulverform in der Küche vorkommt. Die Pflanze wird auch als Arzneimittel eingesetzt, ist allerdings bei einem empfindlichen Magen nicht zu empfehlen.

Die Wirkstoffe von Ingwer befinden sich im Wurzelstock, der ätherische Öle mit Substanzen wie Zingiberen, Curcumen und beta-Eudesmol enthält. Außerdem enthält Ingwer sogenannte Scharfstoffe, die zum typischen Geschmack der Wurzel beitragen.

Was bewirkt Ingwer?

Ingwer wird häufig bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt, denn schon seit langer Zeit ist sein verdauungsfördernder Effekt bekannt. Zudem kann Ingwer Blähungen und Völlegefühl, aber auch Beschwerden wie Reiseübelkeit lindern. In der Wissenschaft ist noch nicht bekannt, wie genau die Knolle wirkt.

Ein weiterer Einsatzbereich von Ingwer ist Übelkeit während einer Chemotherapie und während der Schwangerschaft. Zwar gibt es keine eindeutigen Studien zur Wirkung, aber viele Experten weisen auf positive Effekte hin. Wichtig ist es, die Einnahme von Ingwer mit dem Arzt zu besprechen.

In welcher Form kommt Ingwer vor?

Ingwer kann als Knolle gekauft werden und dann in geschälten Stücken frisch oder im Tee verzehrt werden. Auch Zuckerbonbons oder trockene Ingwertees haben eine lindernde Wirkung. Beim Ingwertee ist es wichtig, ihn mindestens fünf Minuten lang ziehen zu lassen.

K

Kolostrum

Bei Kolostrum handelt es sich um die erste Milch, die stillende Mütter produzieren. Das Konzentrat aus Proteinen und Nährstoffen ist optimal auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt.

Was ist Kolostrum?

Kolostrum ist eine gelbe, dickflüssige Milch, die stillende Mütter produzieren. Da diese Milch speziell auf die Bedürfnisse von neugeborenen Babys eingeht, enthält sie besonders viel Vitamin A, das unter anderem für das Sehvermögen und für ein gesundes Immunsystem zuständig ist. Magnesium, Kupfer und Zink unterstützen unter anderem die Gehirnentwicklung. Darüber hinaus ist Kolostrum reich an Proteinen und weiteren Nährstoffen, die für die beste Entwicklung des Babys sorgen.

Was bewirkt Kolostrum?

Die erste Muttermilch ist besonders leicht zu verdauen. Sie soll den ersten Stuhlgang des Babys anregen und dabei auch Stoffe, die das Kind noch im Mutterleib aufgenommen hat, entleeren. Die Wirkung für Kolostrum ist vor allem für den Aufbau von Immunreaktionen wichtig. Dafür baut Kolostrum die weißen Blutkörperchen auf, die wiederum Antikörper bilden. Für junge Babys ist dies ganz besonders wichtig, da Systeme wie der Darm und der Immunschutz noch nicht optimal ausgebildet sind.

In welcher Form kommt Kolostrum vor?

Kolostrum kommt nur in natürlicher Form vor, und zwar bei stillenden Müttern. Diese erste Milch ist ausschließlich für Babys geeignet.



Kürbiskerne

Kürbiskerne haben eine entzündungshemmende und harntreibende Wirkung. In der Naturheilkunde kommen sie daher häufig bei Prostataleiden und Magen-Darm-Beschwerden vor.

Was sind Kürbiskerne?

Kürbiskerne kommen vom Kürbis, einer einjährigen Kulturpflanze mit vielen verschiedenen Unterarten. Die großen Früchte des Kürbis enthalten viele Samen, die abgeflacht sind und botanisch gesehen den Samen einer Beere entsprechen. Da Kürbiskerne zahlreiche wertvolle Wirkstoffe und Vitamine enthalten, kommen sie häufig in der Naturheilkunde vor. Ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Beta-Carotin, aber auch Eisen, Magnesium, Selen und Zink sind wichtige Stoffe für den Körper. Dazu enthalten Kürbiskerne sogenannte Phytosterine, die Blasenleiden und Prostatabeschwerden vorbeugen können.

Was bewirken Kürbiskerne?

Anhand der Phytosterine helfen Kürbiskerne dabei, Beschwerden wie Prostataleiden, Blasenentzündungen und Magen-Darm-Probleme zu bekämpfen. Das liegt daran, dass die Kerne entzündungshemmend, entwässernd und harntreibend wirken. Darüber hinaus kommt Kürbis auch bei Herz- und Nierenleiden zum Einsatz.

In welcher Form kommen Kürbiskerne vor?

Kürbiskerne kommen in natürlicher Form vor und eignen sich etwa als Garnitur im Salat oder in der Suppe. Wichtig ist es, keine Zierkürbisse zu verzehren, sondern auf essbare Kürbisse mit entsprechend essbaren Kernen zu achten. Die Kürbiskerne können zudem auch zu einem Öl verarbeitet werden, das vorbeugende Wirkung hat und zugleich eine leckere Zutat beim Kochen darstellt.



Kurkuma

Kurkuma ist ein Ingwergewächs. Die Knolle ist auch als Gelbwurz bekannt und kommt vor allem als Gewürz zum Einsatz, kann aber auch bei Verdauungsbeschwerden und anderen Leiden helfen.

Was ist Kurkuma?

Curcuma oder Kurkuma ist ein wichtiger Bestandteil der asiatischen Curry-Mischung. Das Gewürz hat eine kräftige gelbe Farbe, die schnell auf Finger und Geschirr abfärbt. Kurkuma kann jedoch nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilmittel eingesetzt werden. Unter anderem hilft die Pflanze dabei, Verdauungsbeschwerden und entzündliche Krankheiten zu lindern.
Die enthaltenen Curcuminoide verleihen der Knolle ihre gelbliche Farbe. Auch das ätherische Öl ist ein wichtiger Wirkstoff. Inzwischen hat sich Kurkuma einen Beinamen als „natürliches Antibiotikum“ gemacht.

Was bewirkt Kurkuma?

Kurkuma hilft schon bei der Verwendung als Gewürz bei Blähungen und Völlegefühl. Das liegt daran, dass die Inhaltsstoffe die Leber anregen, sodass diese mehr Gallensäure ausschüttet, was wiederum Fette bindet und leichter verdaulich macht. Zudem kann Kurkuma Entzündungen hemmen, weshalb es vermutlich für entzündliche Krankheiten besonders wirksam ist. Noch fehlen hier aber groß angelegte Studien. Das Gleiche gilt für krebshemmende Effekte, die vermutet werden.

In welcher Form kommt Kurkuma vor?

Kurkuma kommt in der Natur als Wurzel vor. Diese lässt sich frisch zum Kochen oder im Tee nutzen. Üblicher ist aber das Kurkuma-Gewürz, das aus der getrockneten, zerstoßenen Knolle besteht und eine dunkelgelbe Farbe hat.

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Lactobacillus rhamnosus PB01

Beim Lactobacillus rhamnosus handelt es sich um ein probiotisches Milchsäurebakterium, das vor allem in Probiotika vorkommt, um die Darmflora zu unterstützen. PB01 ist eine Unterart, die bei Scheideninfektionen hilft.

Was ist Lactobacillus rhamnosus PB01?

Die Spezies der Lactobacillus rhamnosus besteht aus Milchsäurebakterien, die in der Medizin für Probiotika eingesetzt werden. Erst im Jahr 2009 konnten Wissenschaftler das Genom des Bakterienstammes vollständig sequenzieren. Die Unterart Lactobacillus rhamnosus PB01 ist besonders darauf spezialisiert, Milchsäure zu produzieren. Sie wird so gezüchtet, dass sie an der Scheidenwand haften bleibt.

Was bewirkt Lactobacillus rhamnosus PB01?

Das Lactobacillus rhamnosus PB01 hilft dabei, Scheideninfektionen bei Frauen zu behandeln. Denn die Milchsäure des Bakteriums stellt ein gesundes und abwehrstarkes Scheidenmilieu her oder erneuert dieses. Vor allem bei einer nachhaltigen Störung in der Scheidenflora sind Präparate mit diesem Lactobacillus zu empfehlen. Darüber hinaus wirkt das Bakterium vorbeugend und unterstützend beim Aufbau von Milchsäure-Bakterien.

In welcher Form kommt Lactobacillus rhamnosus PB01 vor?

Das Lactobacillus PB01 kommt auf natürliche Weise in Milch und in verschiedenen Milchprodukten vor. Zudem wird es künstlich hergestellt, um in Form von Tabletten zum Einführen dazu beizutragen, die Scheidenflora zu verbessern. Wichtig ist es zudem, durch ausgewogene Ernährung und passende Intimpflege dem Verlust von Milchsäure in der Scheide vorzubeugen.


L-Arginin

L-Arginin ist eine wichtige Aminosäure, die häufig als Nahrungsergänzungsmittel und als Arzneimittel verkauft wird, um die Blutgefäße zu erweitern.

Was ist L-Arginin?

Bei L-Arginin handelt es sich um eine stickstoffreiche, körpereigene Aminosäure. Der Körper kann sie zwar selbst bilden, doch in bestimmten Situationen reichen diese Mengen nicht aus. Daher kann es manchmal nötig sein, zusätzlich L-Arginin zu sich zu nehmen. Das geht über eine ausgewogene Nahrung, aber auch über Tabletten. Der Stoff wird im Körper zu Stickstoffmonoxid umgewandelt und kann so die Blutgefäße erweitern.

Was bewirkt L-Arginin?

L-Arginin ist wichtig für die Stickstoffmonoxid-Bildung im menschlichen Körper. Das Produkt weitet die Blutgefäße und senkt den Blutdruck. Entsprechend hilft der Wirkstoff dabei, Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck und Erektionsstörungen zu behandeln. Jedoch ist noch nicht ausreichend geklärt, ob die erhöhte Zufuhr an L-Arginin das Risiko für Krankheiten oder Potenzprobleme langfristig beheben kann.

In welcher Form kommt L-Arginin vor?

L-Arginin wird im Handel in Form von Tabletten und Kapseln angeboten. Häufig ist der Stoff in Kombination mit Aspartat erhältlich. Diese Produkte sind meist als Nahrungsergänzungsmittel, in einigen Fällen jedoch auch zusätzlich als Arzneimittel zugelassen.

Darüber hinaus kommt Arginin auf natürliche Art in Lebensmitteln wie Fleisch, Eiern, Sojaprotein, Gelatine, Nüssen und Fisch vor. Eine ausgewogene Ernährung in Kombination mit ausreichend Bewegung ist meist der beste Lieferant von Arginin.



L-Lysin

L-Lysin ist eine wichtige Aminosäure, die unter anderem für den Muskelaufbau zuständig ist. Außerdem unterstützt sie das Knochenwachstum, die Zellteilung und die Wundheilung.

Was ist L-Lysin?

Bei L-Lysin handelt es sich um eine essenzielle Aminosäure in einer L-Form. Sie ist dafür zuständig, die Muskeln und die Knochen aufzubauen, Zellen zu teilen, Wunden zu heilen und Enzyme, Hormone und Antikörper zu bilden. Im Alltag wird der Stoff als Lysin bezeichnet. Da diese Aminosäure vom menschlichen Körper nicht selbst hergestellt werden kann, ist eine Zufuhr über die Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel empfehlenswert.

Was bewirkt L-Lysin?

L-Lysin ist neben den wichtigen Körperfunktionen wie der Zellteilung auch dafür zuständig, Prozesse der Verdauung zu beschleunigen, weshalb Lysin unter anderem in schnell wirkenden Schmerztabletten enthalten ist. Auch bei Lippenherpes soll Lysin helfen. 

Besonders wichtig ist die vermehrte Aufnahme von L-Lysin in der Schwangerschaft und in der Stillzeit, da der Stoff das Wachstum des Kindes unterstützt. Auch bei Sportlern ist Lysin beliebt, um die Muskulatur nach Anstrengungen zu versorgen und schneller heilen zu lassen.

In welcher Form kommt L-Lysin vor?

Menschen sollten pro Tag etwa 38 Milligramm L-Lysin pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Die beste natürliche Quelle für die Aminosäure sind tierische Eiweiße aus Fisch, Fleisch und Milchprodukten. Vor allem für Veganer ist eine zusätzliche Aufnahme in Form von Nahrungsergänzungsmitteln wichtig.



L-Taurin

Bei L-Taurin handelt es sich um ein Produkt, das beim Abbau schwefelhaltiger Aminosäuren vorkommt. Es hilft dabei, die Muskeln und das zentrale Nervensystem zu fördern und kommt daher häufig in Nahrungsergänzungsmitteln vor.

Was ist L-Taurin?

L-Taurin ist auch als 2-Aminoethansulfonsäure bekannt. Dieses Abbauprodukt schwefelhaltiger Aminosäure wurde zuerst im 19. Jahrhundert in Ochsengalle entdeckt und wurde daher nach dem Stier (taurus) bekannt. Turin kommt auch im menschlichen Körper vor, und zwar vor allem in freier, ungebundener Form. Hohe Konzentrationen finden sich vor allem im zentralen Nervensystem, im Herzen, in den Muskeln, in den weißen Blutkörperchen sowie in der Netzhaut des Auges. Dort wirkt L-Taurin als Antioxidans.

Was bewirkt L-Taurin?

L-Taurin schützt Zellen wie die Netzhaut und Nervenzellen. Zudem hat es osmoregulierende, entzündungshemmende und entgiftende Eigenschaften und hilft dabei, Fett zu verdauen. Darüber hinaus wirkt L-Taurin beruhigend, da es im zentralen Nervensystem mit Glycin wirkt und hohe Adrenalinspiegel senkt. Im Ausdauersport kann der Stoff vermutlich die Energie steigern sowie Stress- und Angstzustände reduzieren. Dies ist jedoch noch nicht endgültig bewiesen.

In welcher Form kommt L-Taurin vor?

Im menschlichen Körper kommt L-Taurin auf natürliche Art vor. Zusätzliche Zufuhr von Taurin kann durch künstlich hergestellte Energy Drinks mit dem Wirkstoff L-Taurin sowie durch Nahrungsergänzungsmittel erreicht werden. Vor allem Produkte für Sportler sollen dabei helfen, L-Taurin zuzuführen.

M

Maitake

Der Vitalpilz Maitake oder auch Grifola Frondosa wird aufgrund seines Aussehens auch als Klapperschwamm oder Laubporling bezeichnet. Die japanische und wörtliche Übersetzung von Maitake bedeutet „tanzender Pilz“.

Was ist Maitake?

Maitake ist ein Pilz, der im Herbst in Deutschland vereinzelt und selten an alten und kranken Linden, Kastanien, Buchen und Eichen wächst. Er gehört zur Familie der Riesensporlingsarten. Optimale Wuchsvoraussetzungen gibt es für den Maitake in Japan. Dort und in China ist er in traditionellen Gerichten als Speisepilz besonders beliebt. In der Vergangenheit war Maitake so selten aufzufinden, dass er sogar mit einstigen Silberpreisen verglichen wurde. Eine weitere Besonderheit des Maitake ist, dass er ein klapperndes Geräusch von sich gibt, wenn seine Pilzhüte aneinanderschlagen.

Was bewirkt Maitake?

Maitake ist sowohl ein Speisepilz als auch ein Vitalpilz und hat immunstärkende Eigenschaften. Er wird in der Krebstherapie genutzt, da er beispielsweise die Bildung von Metastasen unterbrechen kann. Ebenso wirkt sich der Vitalpilz positiv auf das gesamte Immunsystem aus und stärkt die Abwehrkräfte. Die Wirkung geht sogar bis hin zur Senkung des Cholesterinspiegels und der Blutfettwerte. Folglich kann Maitake bei Diabetes und Übergewicht helfen und eine positive Entwicklung begünstigen. Bei chronischen Durchfallerkrankungen und Verdauungsstörungen kann der Pilz ebenfalls eingesetzt werden.

In welcher Form kommt Maitake vor?

Maitake wird als Nahrungsergänzungsmittel als Pulver in Form von Tabletten oder Kapseln eingenommen. Dieses feine Pulver ist geschmacksneutral und besteht aus den getrockneten und zermahlenen Pilzen.



Methylsulfonylmethan

Methylsulfonylmethan oder MSM ist eine organische Schwefelverbindung, die viele heilende Eigenschaften hat. Daher wird der Wirkstoff als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt.

Was ist Methylsulfonylmethan?

Methylsulfonylmethan ist auch als MSM, Schwefel und Dimethylsulfon bekannt. Die organische Schwefelverbindung kommt in der Umwelt, in Pflanzen und in Tieren vor. Sie hilft bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose sowie bei entzündlichen Erkrankungen und wird daher in der Komplementärmedizin als Nahrungsergänzungsmittel verschrieben. Obwohl Schwefel giftig ist, wird er in therapeutischen Dosen gut vertragen.

Was bewirkt Methylsulfonylmethan?

MSM hat sowohl entzündungshemmende als auch antioxidative, immunmodulierende und antitumorale Eigenschaften. Das Produkt ist auch als Schwefeldonator bekannt und wird unter anderem zur Behandlung von Gelenkerkrankungen eingesetzt. Neben Arthrosen gehören auch Rheuma, entzündliche Erkrankungen und die allergische Rhinitis zu den Anwendungsgebieten. Da die medizinische Erforschung von Methylsulfonylmethan noch nicht ausreichend ist, zählt der Wirkstoff nicht als medizinisches Heilmittel.

In welcher Form kommt MSM vor?

In der Natur handelt es sich bei Schwefel um eine Verbindung, die fast überall vorkommt. Für die einfache und sichere Anwendung wird der Stoff jedoch im Labor verarbeitet. Daher kommt MSM normalerweise in Form von Tabletten, Kapseln und Pulvern vor. Das Produkt ist im freien Handel erhältlich. Zudem gibt es Cremes und Balsame, die äußerlich aufgetragen werden. Arzneimittel mit Methylsulfonylmethan gibt es bisher noch nicht.

N

Nattokinase

Nattokinase ist ein Enzym, das aus Japan bekannt ist. Dort wird es aus fermentierten Sojabohnen isoliert und dient dazu, das Blut zu verdünnen.

Was ist Nattokinase?

Im japanischen Sojabohnengericht „Natto“ befindet sich das Enzym Nattokinase, das in isolierter Form ein wichtiges Heilmittel darstellt. Um Nattokinase zu produzieren, werden die Sojabohnen gekocht und dann mithilfe von Bakterien fermentiert. Dabei entsteht das Enzym Nattokinase, das seinerseits ein Protein aus 275 Aminosäuren ist. Dank seiner sogenannten fibrinolytischen Eigenschaften kann Nattokinase Blutgerinnsel auflösen. Daher gilt es als natürlicher Blutverdünner.

Was bewirkt Nattokinase?

Die wichtigste Wirkung von Natto ist die Blutverdünnung, die schon vor vielen Jahren in der traditionellen japanischen Naturheilkunde erkannt wurde. Obwohl das Natto-Gericht Nattokinase enthält, ist es wirksamer, das Enzym isoliert zu sich zu nehmen. So hilft bei unter anderem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und gegen Müdigkeit.

In welcher Form kommt Nattokinase vor?

Nattokinase kommt im japanischen Natto-Gericht vor, das als eines der gesündesten Lebensmittel der Welt bekannt ist. Es ist leicht verdaulich und reich an Vitaminen und Proteinen. Anfangs schmeckt Natto sehr gewöhnungsbedürftig. In Japan wird es als „Gemüsekäse“ bezeichnet und gehört zum Frühstück. Das Gericht lässt sich mit etwas Übung selbst herstellen.

Noch bessere Wirkung lässt sich durch das Nahrungsergänzungsmittel Nattokinase erzielen. Dieses ist als gefriergetrocknetes Pulver erhältlich, das zu Suppen, Soßen, Joghurts und Smoothies hinzugegeben werden kann.



Niacin

Niacin oder Vitamin B3 ist ein wichtiger Wirkstoff im Körper, der unter anderem dabei hilft, Energie für den Stoffwechsel zu gewinnen.

Was ist Niacin?

Niacin ist ein Vitamin, das zur Gruppe der wasserlöslichen B-Vitamine gehört. Es ist auch als Vitamin B3 bekannt, ist aber im engeren Sinne kein Vitamin, da es vom menschlichen Körper produziert wird. Die Bezeichnung Niacin meint die Kombination aus Nicotinsäure und Nicotinamid, die sich in allen lebenden Zellen des Körpers befindet. Besonders viel Niacin ist in Leber, Fettgewebe und Nieren vorhanden.

Was bewirkt Niacin?

Niacin ist ein Bestandteil aller wichtigen Co-Enzyme in den Körperzellen. Daher trägt das Vitamin zu Prozessen der Zellteilung, zum Auf- und Abbau von Kohlenhydraten und Säuren sowie zur Erhaltung des Immunsystems bei. Auch die Erholung des Körpers sowie die Regeneration von Haut, Muskeln, Nerven und DNA funktioniert auf Basis von Niacin.

Indem Niacin Energie für den Stoffwechsel generiert, ist es verantwortlich für unzählige Stoffwechselprozesse. Neben Erholung und Wachstum trägt der Stoff auch zum Transport von Informationen, zur Verdauung und zur Regulierung hoher Cholesterinwerte bei. Die Wissenschaft forscht nach wie vor am Vitamin B3, da es Hinweise auf Heilungsmöglichkeiten bei Hautkrebs und Diabetes sind.

In welcher Form kommt Niacin vor?

Niacin kommt im menschlichen Körper auf natürliche Weise vor und ist nur selten in unzureichender Menge vorhanden. Eine ausgewogene Ernährung hilft dabei, die Referenzwerte für Niacin ohne Probleme zu erreichen. Lebensmittel wie Fisch, Innereien und Rindfleisch enthalten besonders viel Vitamin B3.

P

Panthenol

 Panthenol, auch bekannt unter den Namen Dexpanthenol oder Provitamin B5, ist in vielen Wundheilmitteln und Cremes enthalten. Der Wirkstoff ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. 

Was ist Panthenol?

Vor mehr als 70 Jahren kam Panthenol als Wirkstoff auf den Markt und gilt als extrem gut erforscht. Das Arzneimittel ist mit Dexpanthenol das alkoholische Pendant der Pantothensäure. Diese ist ein Vitamin, das wichtige Stoffwechselvorgänge des Körpers unterstützt und fördert. 

Wofür wird Panthenol genutzt?

Panthenol unterstützt den Heilungsprozess von Haut und Schleimhaut. Da sich Panthenol im Laufe des Wirkungsprozesses in Pantothensäure umwandelt, kann die zu behandelnde Wunde schneller heilen. Weiterhin sorgt Panthenol für einen ausgeglichenen Feuchtigkeitshaushalt der Haut, hilft gegen vorzeitige Hautalterung und schützt sogar bis zu einem gewissen Punkt vor Hautkrankheiten. Aber auch gegen chronische Geschwüre, Schrunden oder Hautentzündungen (nach Strahleneinwirkungen wie beispielsweise Sonnenbrand oder Röntgenstrahlungen) kann Panthenol helfen. 

In welcher Form nutzt man Panthenol?

In der Regel wird Panthenol über Cremes, Salben und Tinkturen an die Hautoberfläche abgegeben. Aber auch angegriffene Schleimhäute wie bei einer Augenentzündung können mit einer speziellen Creme behandelt werden. Panthenol kommt auch in auch Sprays oder Schaum vor.



Panthotensäure

Pantothensäure ist auch als Vitamin B5 bekannt. Der Stoff ist wichtig für zahlreiche Stoffwechselprozesse und wird durch ausgewogene Ernährung automatisch aufgenommen.

Was ist Pantothensäure?

Das griechische Wort „pantothen“ bedeutet „von überall her“, denn Pantothensäure kommt in fast allen Nahrungsmitteln vor. Daher ist es leicht, dieses wasserlösliche Vitamin in ausreichender Menge zu sich zu nehmen. Da die Pantothensäure jedoch bei hohen Temperaturen beschädigt wird, ist es wichtig, entsprechende Lebensmittel schonend zuzubereiten oder gar nicht erst zu erhitzen.

Was bewirkt Pantothensäure?

Pantothensäure ist ein wichtiger Enzymbestandteil aller lebenden Zellen des menschlichen Körpers. Es trägt zu lebenserhaltenden chemischen Reaktionen wie dem Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen bei. Unter anderem hilft Vitamin B5 als Teil von Co-Enzym A dabei, aufgenommene Nahrung in Energie umzuwandeln.

In der Naturheilkunde wird Pantothen häufig bei Konzentrationsschwierigkeiten, aber auch bei Hautproblemen wie Akne sowie bei Haarausfall empfohlen. Diese speziellen Wirkungen sind von der Wissenschaft noch nicht bestätigt. Aber feststeht, dass Pantothensäure positiv für den Körper ist.

In welcher Form kommt Vitamin B5 vor?

Pantothensäure kommt im menschlichen Körper vor und kann über fast alle Lebensmittel aufgenommen werden. Besonders hohe Konzentrationen an B5 finden sich in Hefe, Leber, Fisch, Eigelb, Getreide und in Hülsenfrüchten. Daher ist eine Unterversorgung mit der Säure selten. Nur bei unterernährten Menschen sowie bei Alkoholikern sind Mängel bekannt, die meist zu schmerzhaftem Brennen in den Füßen, Müdigkeit und Muskelschwäche führen.



Papain

Papain ist ein Enzym, das in der Papaya-Frucht vorkommt. Die Kerne der Papaya sollen sich in vielerlei Hinsicht positiv auf die Gesundheit auswirken, indem sie unter anderem die Verdauung ankurbeln und Fettleibigkeit vorbeugen.

Was ist Papain?

Papain ist auch als Papayotin oder Papyacin bekannt. Es handelt sich um ein Enzym, das vor allem in den Kernen der Papaya-Frucht vorkommt. Es ist für die Verstoffwechselung von komplexen Eiweißen, also die Spaltung und Verwertung von Proteinen zuständig. Aber auch den anderen Bestandteilen der Frucht, bis hin zu den Blättern, werden schon seit Jahrhunderten heilende Eigenschaften nachgesagt.

Was bewirkt Papain?

Papayas sind eindeutig gut für die Gesundheit, denn neben Papain enthalten sie wertvolles Vitamin C und Vitamin B5 sowie Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Kalium. Schon die Ureinwohner von Lateinamerika, wo die Frucht herkommt, wussten, dass Papaya die Verdauung fördern kann. Insbesondere die Papain-reichen Kerne der Frucht helfen bei der Ankurbelung des Stoffwechsels, weshalb sie inzwischen in der modernen Heilkunde als Unterstützung beim Abnehmen empfohlen werden. Zudem kann die Papaya das Immunsystem stärken, als natürliches Verhütungsmittel dienen und eventuell sogar Krebs heilen – ausgiebige Studien fehlen jedoch noch.

In welcher Form kommt Papain vor?

Papain kommt in den essbaren Kernen der Papaya vor. Auch andere Teile der Tropenfrucht, etwa die Schale und das Fruchtfleisch, enthalten Papain. Zudem gibt es das Enzym als Konzentrat zu kaufen. Ideal ist es, die frische, reife Frucht roh zu essen.



Pfeffer

Pfeffer bezeichnet die Früchte des Pfefferstrauchs, lateinisch Piper Nigrum, die seit jeher zur scharfen Würzung von Nahrung und aufgrund der gesundheitsförderlichen Wirkungen eingesetzt werden. Ursprünglich in Indien beheimatet, wird Pfeffer heute vor allem in Vietnam, Indonesien, Indien und Brasilien angebaut.

Was ist Pfeffer?

Pfefferkörner sind die getrockneten Früchte des Pfefferstrauchs. Je nach Erntezeitpunkt, Dauer der Trocknung und Behandlung wird zwischen grünem, schwarzem, weißem und rotem Pfeffer unterschieden. Grüner Pfeffer bezeichnet die unreifen und sehr früh geernteten Pfefferfrüchte. Schwarzer Pfeffer besteht aus ebenfalls unreifen, jedoch getrockneten Körnern. Reife Pfefferbeeren werden roter Pfeffer genannt. Werden die roten Pfefferfrüchte geschält, bleibt der Steinkern übrig – sogenannter weißer Pfeffer. All diese Sorten unterscheiden sich im Geschmack und in ihrer Wirkweise.

Wofür benutzt man Pfeffer?

Pfeffer wird nicht allein wegen seiner scharfen Würze eingesetzt. Er wirkt zudem appetitanregend und fördert die Verdauung: Für die Schärfe ist das Alkaloid Piperin mitsamt seinen Derivaten wie Piperettin oder Piperylin verantwortlich, die die Rezeptoren im Mund anregen. Pfeffer enthält jedoch auch ätherische Öle. So werden die Produktion von Speichel und Magensäure sowie die Ausschüttung von Verdauungssäften stimuliert. Die Schärfe sorgt für die Ausschüttung von Endorphinen – Pfeffer macht also glücklich. Daneben wird Pfeffer eine Verstärkung von anderen Inhaltsstoffen nachgesagt – am bekanntesten in die Kombination von Pfeffer und Kurkuma, da der Pfeffer die Wirkung des Curcumins aktiviert. Außerdem enthält Pfeffer eine Vielzahl von Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien.

Wie nimmt man Pfeffer zu sich?

Je nach Sorte wird Pfeffer gemahlen oder im Ganzen verzehrt. Außerdem finden Pfefferextrakte mit Piperin in Nahrungsergänzungsmitteln Verwendung, die andere Wirkstoffe als sogenannte Bioenhancer verstärken sollen. Dabei sollte die Tagesdosis von zehn bis 20 Milligramm Piperin nicht überschritten werden.



Piperin

Piperin ist in Pfeffer zu finden und ist unter anderem für seine Schärfe verantwortlich. Der Inhaltsstoff hat jedoch neben dem scharfen Geschmack auch medizinische Bedeutung.

Was ist Piperin?

Piperin ist ein Alkaloid, das in Pfeffer enthalten ist. Dabei schwanken die Anteile von Piperin von Sorte zu Sorte: fünf bis zehn Prozent in weißem und schwarzem Pfeffer, zwei bis vier in rotem Pfeffer.

Wofür wird Piperin benutzt?

Piperin erhöht die Bioverfügbarkeit anderer Stoffe und gilt daher als Bioenhancer. Besonders bekannt ist die Kombination mit Kurkuma, doch auch Ibuprofen wurde wissenschaftlich erforscht. Nimmt man die Stoffe zusammen mit Piperin ein, können sie im Magen und Darm besser aufgenommen und verarbeitet werden. Außerdem regt Piperin wegen der Schärfe die Verdauung, den Stoffwechsel und die Produktion von Speichel und Verdauungssäften an. Verdauungsbeschwerden können also gelindert werden. Weil es antimikrobiell wirkt, wird es als Zusatz bei Fastenkuren empfohlen. Piperin ist manchmal unter dem Namen Bioperin erhältlich und dort bis zu 95 Prozent konzentriert.

Wie nimmt man Piperin ein?

Piperin kann in seiner natürlichen Form im Pfefferkorn konsumiert werden. Außerdem gibt es Nahrungsergänzungsmittel als Pulver, Kapseln oder Tabletten mit Piperin, die mit viel Wasser eingenommen werden. Achtung: Eine maximale Tagesdosis von zehn bis 20 Milligramm Piperin sollte nicht überschritten werden! Außerdem führt Lichteinwirkung zum Zerfall des Alkaloids – daher sollten Piperin und Pfeffer stets dunkel gelagert werden.



Pyridoxin

Pyridoxin ist auch als Vitamin B6 bekannt. Es handelt sich hier um einen wichtigen Stoff für den menschlichen Körper, der unter anderem bei Schwangerschaftsübelkeit zusätzlich zugeführt werden kann.

Was ist Pyridoxin?

Gemeinsam mit den Wirkstoffen Pyridoxamin und Pyridoxal gehört Pyridoxin zu einer Gruppe, die als Vitamin B6 bekannt ist. Dieses wasserlösliche Vitamin hat wichtige Funktionen im Körper, da es unter anderem für den Eiweißstoffwechsel und das Immunsystem zuständig ist.

Was bewirkt Pyridoxin?

Vitamin B6 unterstützt das Immunsystem, hat Einfluss auf die Blutgerinnung und ist für wichtige Funktionen im Nervensystem zuständig. Es kommt auf natürliche Weise im Körper vor, kann aber auch bei bestimmten Beschwerden zusätzlich verabreicht werden. Besonders häufig ist die Verabreichung einer Kombination aus Pyridoxin und Doxylamin, die gegen Schwangerschaftsübelkeit hilft. 

In welcher Form kommt Vitamin B6 vor?

Bei einem Mangel an Pyridoxin sowie in der Schwangerschaft ist eine zusätzliche Verabreichung des Vitamins nötig. Dieses ist in verschiedenen Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln erhältlich. Es wird chemisch hergestellt und dann Produkten wie Tabletten oder Saft beigesetzt, wenn es sich um Kombinationspräparate mit anderen Vitaminen und Mineralstoffen handelt.

R

Riboflavin

Riboflavin oder Vitamin B2 ist ein wasserlösliches Vitamin, das für zahlreiche Stoffwechselvorgänge essenziell ist, etwa für die Eiweiße in der Augenlinse.

Was ist Riboflavin?

Riboflavin ist auch als Vitamin B2 oder als Lactoflavin bekannt. Es handelt sich um ein wasserlösliches Vitamin, das unter anderem Vitamin B6 und Niacin bei Stoffwechselprozessen unterstützt. Es handelt sich um eines der wichtigsten Vitamine, das in der Natur als gelblicher Pflanzenfarbstoff vorkommt. Da Tiere das Vitamin aufnehmen können, ist es auch in tierischen Lebensmitteln zu finden.

Was bewirkt Riboflavin?

Riboflavin ist unter anderem dafür zuständig, Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate zur Energiegewinnung zu nutzen. Außerdem reguliert es spezielle Eiweiße in der Augenlinse und hilft somit beim Sehen. Laut wissenschaftlicher Studien kann die vermehrte Aufnahme von Vitamin B2 das Risiko für Linsentrübungen verringern.

Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Riboflavin Migräne lindern oder vielleicht sogar verhindern können. Auch bei klassischen Kopfschmerzen soll das Vitamin unterstützend wirken, aber hier fehlen noch ausführliche Studien.

In welcher Form kommt Vitamin B2 vor?

Vitamin B2 kann vom menschlichen Körper nur für maximal sechs Wochen gespeichert werden. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Zufuhr von Riboflavin, das in höchster Konzentration in Hefe zu finden ist. Relevanter für die Aufnahme des Wirkstoffes wind jedoch Innereien, Seelachs, Makrele, Getreidekeimflocken und Käsesorten wie Emmentaler, Bergkäse und Camembert. Auch in Gemüse, Nüssen und Saaten ist Riboflavin vorhanden, weshalb eine ausgewogene Ernährung wichtig ist.



Ringelblume

Die Ringelblume, die auch unter dem Namen Calendula officinalis bekannt ist, wird seit dem 12. Jahrhundert als Heilpflanze genutzt. Sie hilft unterstützend bei leichten Verbrennungen, Ekzemen oder auch bei Magen-Darm-Beschwerden.

Als was wird die Ringelblume definiert?

Die Ringelblume ist eine Heilpflanze, die im Sommer auch als Zierpflanze in Gärten und Parkanlagen wächst. Ab Juni blüht die 30 bis 60 cm hohe Wildpflanze in Gelb und Orange. Ursprünglich stammt die Ringelblume aus dem Mittelmeerraum. Die Pflanze sieht aber nicht nur schön aus, sie unterstützt die Haut auch bei der Wundheilung

Wofür wird die Ringelblume genutzt?

Traditionell wird die Ringelblume als Hilfsmittel genutzt, wenn kleinere Wunden oder leichte Entzündungen behandelt werden sollen. Aber auch bei Leber- und Gallebeschwerden unterstützt die Ringelblume mit ihrer antientzündlichen Wirkung. Da Calendula auch bei der Entgiftung des Körpers hilft, können sowohl Magen-Darm-Beschwerden als auch Dickdarmentzündungen und Magengeschwüre gelindert werden.

In welcher Form gibt es die Ringelblume?

Die Ringelblume wird hauptsächlich in Cremes, Salben und Tinkturen verwendet, beispielsweise um die Heilung von oberflächlichen Wunden oder Entzündungen zu unterstützen. Für die positive Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt wird die Ringelblume in der Regel als Tee eingenommen. Die Ringelblume lässt sich aber auch in kosmetischen Produkten wie Lippen- oder Zahncremes finden.

S

Selen

Selen ist ein wichtiges Spurenelement und Bestandteil von Enzymen, die zentrale Prozesse im Körper steuern.

Was ist Selen?

Bei Selen handelt es sich um ein lebensnotwendiges Spurenelement. Dieses kann der menschliche Körper nicht selbst herstellen, weshalb eine Aufnahme über die Nahrung nötig ist. Über den Dünndarm wird Selen in das Blut aufgenommen und in der Skelettmuskulatur gespeichert. Auch in einigen Organen ist Selen vorhanden, um etwa Schilddrüsenhormone und Spermien zu produzieren. Zudem hilft das Element bei der Immunabwehr. Es wird über den Urin wieder ausgeschieden.

Was bewirkt Selen?

Selen ist im menschlichen Körper in Form der Aminosäure Seleocystein unterwegs und stellt einen wichtigen Baustein vieler Enzyme dar. Aus diesem Grund ist der Wirkstoff an vielen wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt. Dazu gehören das Immunsystem, antioxidative Prozesse wie die Bindung gefährlicher Freier Radikale und Schwermetalle wie Quecksilber, die Spermienproduktion sowie die Bildung von Schilddrüsenhormonen.

Außerdem gibt es Vermutungen darüber, dass Selen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vor Krebs schützen könnte. Jedoch wurde diese Hypothese bisher noch nicht wissenschaftlich bestätigt.

In welcher Form kommt Selen vor?

Selen kommt im Boden vor und befindet sich entsprechend in pflanzlichen Nahrungsmitteln. Da europäische Böden insgesamt gut mit Selen versorgt sind, ist eine Unterversorgung hierzulande eher selten. Dennoch ist es empfehlenswert, bewusst Selen-haltige Lebensmittel wie Paranüsse, Brokkoli, Weißkohl und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen. Außerdem gibt es Nahrungsergänzungsmittel mit Selen, die für Menschen mit einseitiger Ernährung zu empfehlen sind.



Shiitake

Der Shiitake-Pilz (lateinisch Lentinula edodes) wird im Deutschen auch Pasaniapilz genannt, da er am Pasania-Baum wächst. Er wächst in Japan und China, wo er auch als „Pilz des Winters“ oder „duftender Pilz“ bekannt ist.

Was ist Shiitake?

Shiitake ist ein hell- bis dunkelbrauner Pilz, der auf hartholzigen Laubbäumen wie Buchen, Kastanien, Walnüssen, Ahorne oder Eichen wächst. Ist der Hut eines Pilzes dunkler, wird er in China auch „König der Shiitakepilze“ genannt. Shiitake-Pilze sind die meistangebauten Speisepilze, direkt nach den Champignons und gelten als besonders delikat. Jedoch enthält der Vitalpilz einige Wirkstoffe, die ihn zusätzlich interessant machen. Früher war der Shiitake-Pilz so wertvoll, dass er als Geschenk für Könige und Kaiser galt.

Wofür wird Shiitake benutzt?

In Shiitake wurden immunstimulierende, tumorhemmende und den Cholesterinspiegel senkende Wirkstoffe gefunden. Außerdem enthält er vergleichsweise viel Vitamin D. Traditionell wird Shiitake gegen Entzündungen, Tumore, Magen-Darm-Leiden, Lebererkrankungen, Anti-Aging und als allgemeiner Vitalpilz verwendet.

In welcher Form isst man Shiitake?

Shiitake-Pilze können gekocht und gebraten gegessen werden. Vom Rohverzehr wird abgeraten! Um die Wirkung des Vitalpilz ganz nutzen zu können, bieten sich Pulver aus getrocknetem und gemahlenen Shiitake an, die als Extrakt auch in Form von Kapseln oder gepressten Tabletten eingenommen werden können. In Extrakten sind die Wirkstoffe im Vergleich zum Frischpilz um das Zwanzigfache konzentriert.

T

Thiamin

Thiamin ist auch als Vitamin B1 bekannt. Der Wirkstoff ist in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln enthalten und unter anderem an der Energiegewinnung aus Kohlenhydraten beteiligt.

Was ist Thiamin?

Thiamin ist ein wichtiges Vitamin für den menschlichen Körper, da es wesentlich zur Verwertung von Kohlenhydraten in Energie beiträgt. Der Wirkstoff ist auch als Vitamin B1 bekannt. Da der Körper nur geringe Mengen davon speichern kann, ist eine regelmäßige Aufnahme über die Nahrung nötig.

Was bewirkt Thiamin?

Vitamin B1 ist von großer Bedeutung für den Energiestoffwechsel, und damit vor allem für die Energieschlucker Herzmuskel und Gehirn essenziell. Als Coenzym hilft Thiamin dabei, Energie aus Kohlenhydraten und Aminosäuren zu generieren. Zudem überträgt das Vitamin Erregungen zwischen Nerv und Muskulatur, weshalb es sehr wichtig für die Regeneration des Nervensystems nach einer Erkrankung ist.

Außerdem gibt es Studien, die beweisen, dass Thiamin eine lindernde Wirkung bei PMS-Symptomen hat. Bei älteren Frauen hilft das Vitamin dabei, das Immunsystem zu stärken. Auch gegen Komplikationen bei Diabetes kann Thiamin eventuell helfen – hier fehlen jedoch noch eindeutige Studien.

In welcher Form kommt Vitamin B1 vor?

Da Vitamin B1 vom menschlichen Körper nicht lange gespeichert werden kann, ist eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung nötig. Dies ist in Deutschland nicht schwer und Unterversorgungen kommen selten vor. Das Vitamin ist in allen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Besonders reich an Vitamin B1 sind Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Schweinefleisch. Zudem gibt es Nahrungsergänzungsmittel mit Thiamin.



Tocopherol

Tocopherol stellt gemeinsam mit Tocotrienol den wichtigsten Bestandteil der Vitamin-E-Gruppe dar. Dieses Vitamin ist wichtig als Oxidans, zum Schutz vor Tumorzellen sowie zum Schutz der roten Blutkörperchen.

Was ist Tocopherol?

Tocopherol oder Vitamin E ist ein wichtiges fettlösendes Vitamin. Da es vom menschlichen Körper nicht selbst hergestellt werden kann, muss es regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden. Besonders häufig kommt Alpha-Tocopherol vor. Dank seiner antioxidativen Wirkung schützt das Vitamin die Strukturen und Stoffe im Körper vor Schäden durch freie Radikale.

Was bewirkt Tocopherol?

Neben seiner antioxidativen Wirkung kann Vitamin E laut mehrerer Studien auch der Entstehung von Tumorzellen entgegenwirken, die roten Blutkörperchen schützen und die Zellen des Nervensystems und der Skelettmuskulatur schützen. Darüber hinaus ist Tocopherol ein natürlicher Blutverdünner und senkt daher das Thrombose-Risiko.

Weitere wichtige Prozesse, an denen der Stoff beteiligt ist, sind die Entzündungshemmung, die Unterstützung des Immunsystems bei der zellvermittelten Immunantwort, neuroprotektive Effekte sowie die Vorbeugung von Krankheiten wie Diabetes, Thrombose und neurogenerativen Erkrankungen.

In welcher Form kommt Vitamin E vor?

Tocopherol ist sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Nahrungsmitteln vorhanden. Insbesondere Keime und Samen enthalten viel Vitamin E, weshalb Samen- und Keimöle, Erdnüsse und Mandeln zu den besten Lieferanten gehören. Auch Gemüse und Getreide enthalten Vitamin E. Zudem gibt es Nahrungsergänzungsmittel mit Tocopherol.



Traubenkerne

Traubenkerne sind als Superfood bekannt, denn sie helfen dank ihrer antioxidativen Wirkung bei verschiedenen Hautproblemen sowie bei chronischen Entzündungen.

Was sind Traubenkerne?

Traubenkerne sind die Kerne in verschiedenen Traubenarten. Der Extrakt aus den Kernen weist einen hohen Anteil des Antioxidans Oligoproanthocyanidin (OPC) auf und bietet daher großes Heilpotenzial. OPC ist ein pflanzlicher Wirkstoff, der in kaum einem anderen Lebensmittel so konzentriert vorzufinden ist, wie in Traubenkernen.

Traubenkerne können dank OPC positive Wirkungen auf die Haut haben. Denn das Antioxidans hält freie Radikale auf und verhindert so tiefe Falten. Daher wird Traubenkernextrakt gern als Anti-Aging-Mittel bezeichnet. Darüber hinaus kann der Wirkstoff bei der Wundheilung, bei Neurodermitis, beim Haarwachstum und bei der Regulierung des Hormonhaushaltes helfen. Auch für die Gesundheit von Augen, Herz und Blutgefäßen ist das Antioxidans fördernd. Zwar fehlen noch ausführliche Studien, die all dies belegen, aber als Naturheilmittel sowie als Nahrungsergänzungsmittel sind Traubenkerne schon lange bekannt. Negative Nebenwirkungen wurden bisher nicht berichtet.

In welcher Form kommen Traubenkerne vor?

Traubenkerne können ohne Bedenken pur verzehrt werden. Allerdings wird durch den Genuss von frischen Trauben mitsamt ihrer Kerne oft nicht ausreichend OPC aufgenommen, weshalb ein konzentrierter Traubenkernextrakt empfehlenswert ist. Dessen genaue Anwendung kann vom behandelnden Mediziner verschrieben werden.

U

Ubichinon

Ubichinon ist auch als Coenzym Q10 bekannt. Es wird in allen lebenden Körperzellen benötigt, um die Energiegewinnung zu ermöglichen.

Was ist Ubichinon?

Das Coenzym Q10 oder Ubichinon ist ein essenzieller Stoff im menschlichen Körper, da es wesentlich zur Energiegewinnung in den lebenden Körperzellen beiträgt. Wir nehmen Ubichinon über viele Lebensmittel automatisch auf, aber der Körper kann es auch selbst produzieren. Normalerweise ist bei einem gesunden Menschen kein Mangel an Ubichinon festzustellen, weshalb auch keine zusätzliche Zufuhr nötig ist.

Was bewirkt Ubichinon?

Die wichtigste Wirkung des Coenzyms ist die Produktion von Energie in den Körperzellen. In der homöopathischen Lehre findet das Mittel zudem Anwendung bei akuten Schmerzen, Müdigkeit, Herzbeschwerden, Bluthochdruck sowie bei Erkrankungen von Leber und Niere. Dabei werden Präparate mit anderen Wirkstoffen verabreicht, die dabei helfen sollen, die Beschwerden zu lindern. Wichtig ist, bei schwereren Beschwerden einen Arzt aufzusuchen.

In welcher Form kommt das Coenzym Q10 vor?

Ubichinon kommt vor allem im Fleisch von Innereien, in öligem Fisch wie Sardinen oder Makrelen, in Nüssen, Hülsenfrüchten, Sesamsamen, Sonnenblumenkernen und Gemüsesorten vor. Wichtig ist ein möglichst purer Verzehr, da Kochen das Coenzym Q10 zerstören kann. Darüber hinaus wird Ubichinon in der Naturheilkunde auch in Form von Ampullen als Komplexmittel mit anderen Wirkstoffen verkauft.



Uridinmonophosphat

Uridinmonophosphat ist ein wichtiger Baustein menschlicher Zellen. In Kombination mit Vitamin B12 und Folsäure hilft er unter anderem bei Kreuzschmerzen.

Was ist Uridinmonophosphat?

Bei Uridinmonophosphat handelt es sich um einen Baustein der Ribonucleinsäure (RNS). Damit ist der Stoff ein wichtiger Motor für die Neubildung von Gewebestrukturen im Körper sowie für das Nervensystem. Die körpereigene Substanz kommt in allen Lebewesen vor. Eine zusätzliche Zufuhr ist normalerweise nicht nötig.

Wenn jedoch Nervenschädigungen nach einer Verletzung vorliegen, ist Uridinmonophosphat wichtig, um den erhöhten Bedarf an RNS für die körperlichen Reparaturvorgänge zu decken. In diesem Fall kann der Wirkstoff zusätzlich eingenommen werden.

Was bewirkt Uridinmonophosphat?

Typischerweise wird Uridinmonophosphat in Kombination mit Folsäure und Vitamin B12 verabreicht, um den Bedarf an den Nährstoffen während der Heilung von Nerven zu decken. Besonders wichtig ist Uridinmonophosphat für das Diätmanagement bei Schmerzen in Rücken und Wirbelsäule. Auch bei der Heilung von Neuralgien und Polyneuropathien kommt es zum Einsatz.

In welcher Form kommt Uridinmonophosphat vor?

Uridinmonophosphat ist ein natürlicher Wirkstoff, der in jedem Körper vorkommt. Darüber hinaus kann das Produkt im Labor hergestellt werden, um dann in Form einer Tablette oder Kapsel verabreicht zu werden. Dies zeigt jedoch nur bei Patienten mit einer Nervenkrankheit Wirkung.

V

Vitamin B12

Vitamin B12 oder Cobalamin ist ein wasserlösliches Vitamin, das vom Körper über mehrere Jahre hinweg gespeichert werden kann. Es ist unter anderem für die Bildung roter Blutkörperchen zuständig.

Was ist Vitamin B12?

Vitamin B12 ist als Cobalamin bekannt und gehört zur Gruppe der B-Vitamine. Da der Körper Vitamin B12 nicht selbst herstellen kann, ist eine aktive Aufnahme über die Schleimhautzellen im Darm nötig. Dafür braucht der Körper das Intrinsic-Eiweiß, das in der Magenschleimhaut produziert wird. In der Leber wird Vitamin B12 dann mehrere Jahre gespeichert und kümmert sich um viele wichtige Prozesse.

Was bewirkt Vitamin B12?

Die wohl wichtigste Aufgabe von Vitamin B12 ist die Zellteilung und Zelldifferenzierung der roten Blutkörperchen. Außerdem baut das Vitamin die Nervenzellen im Rückenmark auf und trägt wesentlich zu vielen Reaktionen im Eiweiß- und Nukleinsäurestoffwechsel bei. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass das Vitamin in hoher Konzentration beim Abnehmen helfen kann. Dies ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt.

In welcher Form kommt Vitamin B12 vor?

Die ausreichende Zufuhr von Vitamin B12 ist vor allem für Vegetarier und Veganer eine Herausforderung, denn das Produkt befindet sich vor allem in Fleisch und Fisch. Bei Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs ist es möglich, dass diese nach der bakteriellen Gärung Spuren von Vitamin B12 enthalten. Sauerkraut, Bier und Meeresalgen sind gute Beispiele für Lieferanten. Darüber hinaus gibt es Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin B12.



Vitamin D3

Vitamin D3, eigentlich Cholecalciferol, manchmal auch nur Vitamin D genannt, ist ein Vitamin, das der menschliche Körper zur täglichen Funktion braucht. Es kann es durch Sonneneinstrahlung selbst bilden oder über die Nahrung aufnehmen.

 Was ist Vitamin D3?

Vitamine sind Stoffe, die überlebenswichtig für den Körper sind, die dieser aber nicht selbst durch Synthese herstellen kann. Vitamin D3 hingegen kann in Vorstufen vom Körper produziert werden, weshalb die Bezeichnung als Vitamin eigentlich irreführend ist.

Wofür braucht man Vitamin D3?

Vitamin D3 oder Cholecalciferol regelt den Calcium-Spiegel im Blut und trägt zur Knochenstabilität und zum Zahnerhalt bei. Zudem spielt es eine bedeutende Rolle für das Immunsystem. Wissenschaftlich wurde noch nicht eindeutig belegt, ob Vitamin D vor Atemwegserkrankungen schützt; bei akuter Lungenerkrankung wirkt sich jedoch ein Vitamin D3-Mangel eindeutig schlecht aus. In Europa haben im Winter fast 20 Prozent, im Sommer knapp acht Prozent aller Menschen einen Vitamin D-Mangel. Wer bei sich einen Mangel vermutet, kann dies beim Hausarzt testen lassen.

Wie nimmt man Vitamin D3 zu sich?

Am einfachsten ist es, täglich einige Minuten Sonnenlicht auf unbekleidete Haut – Gesicht, Unterarme – scheinen zu lassen, damit der Körper das benötigte Vitamin D3 selbst produzieren kann. Vitamin D3 ist in ölhaltigen Fischen, Hühnereiern, Pilzen und Avocado zu finden. Spitzenreiter ist der Lebertran mit 300 Mikrogramm auf 100 Gramm. Zudem können Nahrungsergänzungsmittel, häufig als Kombipräparat mit B-Vitaminen oder Vitamin K, genutzt werden. Erwachsene sollten täglich nicht mehr als 50, kurzzeitig 100 Mikrogramm zu sich nehmen. Eine Überdosierung führt zu Calciumausscheidungen, wodurch die Knochen angegriffen werden. Eine Folge können Stürze, Knochenbrüche und Osteoporose sein.

W

Withanolide

Withanolide sind Wirkstoffe, die hauptsächlich in Nachtschattengewächsen vorkommen. Am bekanntesten ist ihre Wirkung in Ashwagandha, auch Winterkirsche oder Schlafbeere genannt, und Goji-Beeren.

Was sind Withanolide?

Withanolide sind sekundäre Pflanzenstoffe oder Phytamine, die vor allem in Nachtschattengewächsen entstehen. Sie entstehen bei der Oxidation von pflanzlichen Sterioden. Zu den bekanntesten Withanoliden gehören Withanolid A, Withaferin A und D sowie Withanon. Bei den Pflanzen erfüllen sie unterschiedliche Funktionen wie die Abwehr unerwünschter Fressfeinde, als Bakteriostatikum oder zur Wachstumshemmung von Insektenlarven. Withanolide sind vor allem als Bestandteil von Ashwagandha bekannt. Die beruhigenden und antientzündlichen Eigenschaften von Withanolide sind wissenschaftlich erforscht und werden seit Jahrtausenden in der traditionellen Medizin genutzt.

Was bewirken Withanolide?

In Tierversuchen wurde eine entzündungshemmende, immunstärkende Wirkung nachgewiesen. Außerdem werden Withanolide seit langer Zeit in der ayurvedischen und traditionellen chinesischen Medizin gegen Stresserscheinungen, zur Bekämpfung von Entzündungen und Tumoren, zur Kräftigung und Blutbildung verwendet. Außerdem können die Withanolide in Ashwagandha Kraft und Ausdauer stärken, die Libido revitalisieren und Angststörungen natürlich lindern.

Wie nimmt man Withanolide zu sich?

Da Withanolide in Pflanzen wie Ashwagandha, Goji-Beeren, Physalis oder Stechapfel vorkommen, können sie bequem als Pulver aus den jeweiligen Pflanzenteilen – hauptsächlich den Wurzeln – oder als Kapseln und Tabletten eingenommen werden. Einige Extrakte enthalten zudem erhöhte Mengen an Withanoliden.

Z

Zink<7

Zink ist ein wichtiges Spurenelement, das an vielen biologischen Prozessen beteiligt ist. Da nur geringe Mengen an Zink im Körper gespeichert werden, ist eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung essentiell.

Was ist Zink?

Zink gehört zu den lebensnotwendigen Spurenelementen. Es kommt unter anderem in der Haut, den Haaren, den Knochen, den Augen, der Leben und den männlichen Fortpflanzungsorganen vor. Da der Körper Zink nur für kurze Zeit und in geringen Mengen speichern kann, ist eine stetige Aufnahme über die Nahrung sehr wichtig.

Was bewirkt Zink?

Das Spurenelement Zink stellt einen wichtigen Baustein vieler Enzyme dar. Es steuert und unterstützt so biologische Prozesse wie etwa das Zellwachstum, die Immunabwehr, antioxidative Prozesse, die Blutzucker-Regulation, die Hämoglobin-Bildung, die Spermienbildung sowie die Wundheilung. Auch an der Bildung und am Transport von Sauerstoff im Blut ist Zink beteiligt, ebenso an der Hormonbildung.

In welcher Form kommt Zink vor?

In Deutschland ist die Bevölkerung insgesamt sehr gut mit Zink versorgt, da die Böden hier zinkreich sind, sodass sich das Spurenelement im angebauten Getreide, in Hülsenfrüchten und in vielen Gemüsesorten findet. Ein besonders wichtiger Zinklieferant ist Fleisch, aber durch eine ausgewogene Ernährung mit einem Schwerpunkt auf Vollkornprodukten können auch Vegetarier und Veganer ohne große Probleme ausreichend Zink zu sich nehmen. Darüber hinaus gibt es Nahrungsergänzungsmittel, die unter anderem zur Stärkung des Immunsystems in der Erkältungssaison beliebt sind.